Direkt zum Inhalt
Zum Ende des Inhalts
Zur Service-Navigation
Zur Suche
Zur Hauptnavigation
Zur Anmeldung/Registrierung
Homepage > Dokumentation > Pädagogik > Wie fange ich an? > Inhalte unterrichten > Informationsblätter > Informationsblatt 26: Informations- und Kommunikationstechnologien
| Publikation: | 31.7.2009 |
| Herkunft: | La main à la pâte, Paris |
Lernstufe 2:Die Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT)Mit Hilfe der/des Lehrenden lernen die Schüler/innen den überlegten Gebrauch der Informations- und Kommunikationstechnologien. Sachkenntnisse und Know-how, wie sie das französische "Brevet informatique et Internet" [Informatik- und Internet-Führerschein] vorgibt, sind Teil des [französischen] Lehrplans der Lernstufe 2. Das Ziel muss am Ende der Lernstufe 3 erreicht sein. Jedoch können bestimmte einfache Fähigkeiten (Niveau 1) schon vorher erworben werden. Lernstufe 3:Informations- und Kommunikationstechnologien in den experimentellen Wissenschaften und in Technologie
Erste Grundlagen der Informationstechnologie erwerben und die Grundfunktionen
eines Rechners kennen lernen.
|
Viele Begriffe aus dem Informatikwortschatz gibt es auch in der Umgangssprache, was Verwirrung stiften kann. So hat zwar die Speicherkapazität eines Rechners mit dem menschlichen Gedächtnis etwas Gemeinsames, aber auch viele spezifische Eigenschaften: Zum Beispiel geht das Gedächtnis (der Speicher) eines Menschen nicht verloren, wenn er schläft, während ein Teil der Daten eines Rechners (nämlich die des Arbeitsspeichers) gelöscht werden, wenn der Apparat ausgeschaltet ist. Das Programm eines Konzerts, das Programm eines Politikers sind etwas anderes als ein Computerprogramm. In der Umgangssprache hat das Wort "Information" sehr vielfältige Bedeutungen. In der Informatik ist der Sinn viel enger gefasst.
Oft haben die Schüler/innen eine anthropomorphe Vorstellung vom Rechner, sie schreiben ihm einen Willen und die Fähigkeit zur Eigeninitiative zu. Bestimmte Computerprogramme unterstützten diese Vorstellung, sie lassen den Rechner in der ersten Person "sprechen". Oft haben die Schüler/innen auch eine magische Vorstellung: "Der Computer hat das gesagt, also stimmt es". Sie fragen sich nicht, wie das was er "sagt" zustande kommt.
Mehr noch als bei anderen Gelegenheiten gehen die Schüler/innen am Rechner mittels Versuch und Irrtum vor, entdecken oft spontan, was ihnen nützt. Das führt dazu, dass manchmal gesagt wird, dass "Kinder sich mit dem Computer besser auskennen als Erwachsene". Tatsächlich aber enthebt die oft erfolgreiche spontane Vorgehensweise nicht vom Erwerb von Begriffen, die sich nicht spontan aus der Praxis ergeben; diese muss der/die Lehrer/in in der Praxis einbringen.
Bei der Computerarbeit ist auf ergonomische Arbeitsbedingungen der Schüler/innen zu achten: Auf die Raumbeleuchtung bei der Aufstellung der Bildschirme, auf die Körperhaltung bei der Arbeit...
Der Rechner kann Informationen empfangen, zum Beispiel die Daten, die der/die Benutzer/in über die Tastatur eingibt, oder die mit der Maus, mit dem Mikrofon, mit dem Scanner aufgenommen werden. Der Rechner kann dem/der Benutzer/in Informationen vermitteln, zum Beispiel über den Bildschirm, über Lautsprecher, über den Drucker. Der Rechner kann Informationen speichern, dank verschiedener Speichermedien (Diskette, CD, DVD...). Er kann Information verändern (verarbeiten) und aus eingegebenen Daten Ergebnisse gewinnen. Das kann er mit Hilfe eines Programms oder mehrerer Programme (Software). Ein Programm ist eine Folge von Anweisungen, die von Menschen geschrieben und von der Maschine automatisch ausgeführt werden. Der Rechner kann ausschließlich Operationen ausführen, für die er programmiert wurde. Eine geordnete Menge von Informationen, die eingegeben und von einem bestimmten Programm verwendet werden, wird Datei genannt.
Der Rechner kann über die Entfernung Informationen erhalten und übertragen. Das ist insbesondere der Fall, wenn er mit einem Netz verbunden ist, wie das Intranet der Schule oder das Internet.
Im Internet erlaubt die elektronische Post (E-Mail-Service) den Austausch von elektronischen Nachrichten (E-Mail) und angehängten Dateien (Attachments). Jede/r Benutzer/in eines elektronischen Briefkastens hat eine elektronische Adresse, die nach gegenwärtig gültiger Vereinbarung das @-Zeichen (at-Zeichen oder Klammeraffe) enthält.
Man benutzt das Internet, oder das Netz, um an eine Menge von Informationen (Texte, Bilder, Videos, Ton...) heranzukommen, die man auf Internetseiten finden kann, die wiederum auf sehr vielen Rechnern (Servern) in der ganzen Welt gespeichert sind. Ein Internetauftritt umfasst eine strukturierte Ansammlung von Seiten und hat eine eigene Adresse. Den letzten Teil dieser Adresse nennt man Top-Level-Domain. Die zurzeit gültigen Top-Level-Domains sind z.B. .de, .com, .org, .net usw. Im Internet kann man auch seine eigenen Produktionen entweder in einem eigenen Internetauftritt oder im Rahmen bereits existierender Internetauftritte zugänglich machen. Gegebenenfalls sind bei allen Informationen (Programme, Texte, Bilder, Ton...) die Urheberrechte eines Eigentümers zu respektieren.
In der Umgangssprache bezeichnet Information jegliche Tatsache oder Äußerung,
die Personen zur Kenntnis nehmen oder interpretieren.
In der Sprache der Informatik nennt man Information etwas, was so
verschlüsselt werden kann, dass es einen Zustand unter anderen auszeichnet
(zum Beispiel der Binärcode 0 oder 1, mit dem zwei Zustände
unterschieden werden, oder das Alphabet, mit dem ein Buchstabe einen
Zustand von 26 [+ 4] anderen zu unterscheiden erlaubt.)
Die Programme, die für die Ausführung der verschiedenen Arbeitsgänge verantwortlich sind, sind binär kodiert und im Rechner als "ausführbare" Dateien gespeichert. Die Daten, mit denen die Programme operieren, sind ebenfalls binär kodiert und in Datendateien gespeichert, die im Allgemeinen nur von den mit ihnen arbeitenden Programmen verwendet werden können.
Der Rechner bearbeitet Daten und produziert Ergebnisse, ohne ihnen einen Sinn zu geben.
Texte (nationale Gesetze, europäische Richtlinien...), die regelmäßig der technischen und gesellschaftlichen Entwicklung angepasst werden, regeln das Recht auf geistiges Eigentum und den Datenschutz bei der automatisierten Verarbeitung persönlicher Daten.