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Homepage > Dokumentation > Pädagogik > Wie fange ich an? > Inhalte unterrichten > Informationsblätter > Informationsblatt 5: Allen Lebewesen gemeinsame Funktionen

Informationsblatt 5: Allen Lebewesen gemeinsame Funktionen

Publikation: 31.7.2009
Herkunft: La main à la pâte, Paris

Aus den [französischen] Lehrplänen

Lernstufe 2:

Die Welt des Lebendigen

Lebensäußerungen bei Tieren und Pflanzen
Lebensäußerungen beim Kind

Lernstufe 3:

Einheit und Vielfalt der Welt des Lebendigen

Die Entwicklungsstadien eines Lebewesens (Pflanze oder Tier)
Die verschiedenen Fortpflanzungsweisen

Menschlicher Körper und Gesundheitserziehung

Erschwernisse durch den gängigen Sprachgebrauch

Wörter wie "Lebewesen", "pflanzlich", "Organismus" werden im Allgemeinen von Schüler/inne/n wenig gebraucht. Es handelt sich um Vorstellungen, die erst aufgebaut werden müssen. Für junge Schüler/innen ist vor allem die Fähigkeit, sich zu bewegen, das Kennzeichen eines Lebewesens. Daher wird das pflanzliche Leben später wahrgenommen, als das tierische. Gewiss zeigen auch Pflanzen Bewegung, aber doch nur begrenzt und im Allgemeinen kaum wahrnehmbar.

Das Wort Pflanze bezeichnet in der Umgangssprache alles Pflanzliche, streng genommen sollte es nur das was Wurzeln hat (also "gepflanzt" werden kann) bezeichnen.

Erschwernisse aufgrund von vorgefassten Meinungen der Schüler/innen

Meistens stellen sich Schüler/innen nur das vor, was sie sehen; eine Pflanze wird deshalb oft ohne Wurzeln gezeichnet. Außerdem sind die Jüngsten empfänglicher für beobachtbare Unterschiede (zwischen einem Tier und einer Pflanze) als für die Ähnlichkeiten, die erst beim Nachdenken hervortreten (Einheit der Welt des Lebendigen).

Nicht immer bringen die Schüler/innen eine Funktion (Beispiel: die Atmung) mit ihrem anatomischen Apparat (Beispiel: Lungen) in Verbindung.

Ein paar Klippen, an denen Beobachtung und Experiment scheitern könnten

Der Kenntniserwerb ergibt sich notwendigerweise aus aufeinander folgenden Experimentiertätigkeiten auf unterschiedlichen Ebenen: Man sollte den Lernerwerb nicht nur mit einer einzigen Tätigkeit in Verbindung bringen.

Kenntnisse

- Lebewesen unterscheiden sich von unbelebten Gegenständen durch ihnen allen gemeinsame Funktionen: Nahrungsbedarf und Ernährung, Atmung, Fortpflanzung, Beziehungen zur Umgebung. Sie gebären Individuen von der gleichen Art.

- Bei Tieren und Pflanzen gehört zu jeder Funktion ein Organ oder mehrere Organe, die einen Apparat (oder ein System) bilden.

- Lebewesen einer Art weisen eine im Großen und Ganzen ähnliche Funktionsweise auf (Einheit), doch können sich die Reaktionen eines Individuums von denen eines anderen geringfügig unterscheiden (Vielfalt).

Mehr zum Thema

- Unter dem Metabolismus eines Lebewesens versteht man die Gesamtheit aller Reaktionen, die zur teilweisen Zerstörung der aufgenommen organischen Stoffe und zur Aufnahme der entsprechenden (dann entstandenen) Stoffe durch die Zellen beitragen.

- Zeugung macht die Geburt eines neuen Lebewesens möglich, das die Kennzeichen der Art aufweist, aber mit seinen Eltern nicht identisch ist.

- Ungeschlechtliche Fortpflanzung (durch natürliches oder künstliches Klonen) führt zur Geburt eines identischen Lebewesens.

Einsatz der Kenntnisse in anderen Zusammenhängen, verwandte Begriffe

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