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Homepage > Dokumentation > Pädagogik > Wie fange ich an? > Inhalte unterrichten > Informationsblätter > Informationsblatt 7: Verschiedene Formen der Fortpflanzung
| Publikation: | 31.7.2009 |
| Herkunft: | La main à la pâte, Paris |
Lernstufe 2:Die Welt des LebendigenLebensäußerungen bei Tieren und Pflanzen Lernstufe 3:Einheit und Vielfalt der Welt des LebendigenDie verschiedenen Fortpflanzungsweisen (bei Tieren und Pflanzen): Zeugung und ungeschlechtliche Fortpflanzung (Ableger) |
In der Umgangssprache bedeutet das Ei im Allgemeinen nur das Vogelei,
insbesondere das Hühnerei, das, wenn im Hühnerstall kein Hahn da ist,
eigentlich nur eine Eizelle mit ihren Nahrungsvorräten darstellt.
Im wissenschaftlichen Sprachgebrauch ist ein Ei die aus der Befruchtung
hervorgegangene erste Zelle eines Organismus.
Der Ausdruck "kleiner Samen", der bei den jüngeren Schüler/inne/n manchmal
als Bezeichnung für das Spermium gebraucht wird, kann zu Verwirrung in der
Unterscheidung von pflanzlicher und tierischer Spezies führen.
Als Blume wird gern nur eine dekorativ aussehende Blume mit Blütenblättern
bezeichnet.
Fortpflanzung, die zur Geburt eines neuen Lebewesens mit den Eigenschaften
seiner Art führt, wird oft in einen Topf geworfen mit der Kopie eines
Lebewesens durch ungeschlechtliche Vermehrung.
Die Vorstellungen der Schüler/innen zur Fortpflanzung sind mehr oder weniger mit Gefühlen belastet: Sie sind verschieden, je nach dem ob es um Pflanzen, Tiere oder Menschen geht.
Bei den Tieren wird die Rolle des Männchens nicht immer wahrgenommen; bei den Blütenpflanzen denken die Schüler/innen, die Pollenkörner würden keimen und neue Pflanzen ergeben. Die Fortpflanzung wird nicht unter dem Aspekt des zweifachen Beitrags männlich + weiblich gesehen.
Es sollte kein allzu spezialisierter Wortschatz verwendet werden. Man sollte keine Verallgemeinerungen vornehmen, ohne sie durch unterschiedliche Beispiele abzusichern. Man sollte darauf achten, die jungen Schüler/innen in ihren Empfindungen nicht zu verletzen.
- Die Vermehrung der Lebewesen geschieht auf geschlechtliche Weise (Zeugung)
oder ungeschlechtlich; im Fall der geschlechtlichen Fortpflanzung entwickelt
sich jedes neue Lebewesen aus einem Ei.
- Bei den meisten Tierarten lassen sich Männchen und Weibchen unterscheiden.
- Bei manchen Tierarten findet das Junge im Ei, das das Weibchen gelegt hat,
alles was es zu seiner Entwicklung braucht: Das ist die ovipare Entwicklung.
Aus dem Ei schlüpft entweder eine Larve oder ein Junges, das den Eltern ähnelt.
Bei anderen Arten geschieht die Entwicklung im Körper des Weibchens, der
für die Ernährung sorgt: Das ist die vivipare Entwicklung (lebendgebärende
Arten).
- Blütenpflanzen entstehen meistens aus einem Samenkorn aus geschlechtlicher
Fortpflanzung. Der Samen ist in der Frucht enthalten; diese entsteht aus der
Blüte (oder aus einer Ansammlung von Blüten).
Bei manchen Pflanzen gibt es auch ungeschlechtliche Vermehrung; sie geschieht
mittels eines Teilstücks der Pflanze (Ableger, Sprösslinge, Zwiebeln,
Knollen ...): ein natürliches Klonen. Dieses Phänomen gibt es auch im
Tierreich, aber sehr viel seltener.
- Das Ei entsteht aus der Vereinigung von Eizelle und Spermium. Bei den Tieren
produzieren die Weibchen die Eizellen, die Männchen die Spermien.
- Bei den Samenpflanzen ist die Blüte ein Geschlechtsorgan, wobei der Stempel
das weibliche und die Staubgefäße das männliche Teilstück sind. Nach der
Bestäubung verändert sich die Blüte oder die Dolde zur Frucht und die Eizelle
zum Samenkorn. Bei manchen Pflanzen (Algen, Pilzen, Moosen, Farnen) ist die
Fortpflanzung komplizierter, es werden Sporen gebildet.
- Bei ungeschlechtlicher Vermehrung ist das entstehende Lebewesen die exakte
Kopie seines einzigen Elternteils. Die geschlechtliche Fortpflanzung führt
dagegen zu einem neuen Lebewesen, das sich (genetisch) von beiden Eltern
unterscheidet.