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Homepage > Aktivitäten > Astronomie > Himmel, Erde, Universum > Wie entsteht eine Mondfins­ternis?

Wie entsteht eine Mondfinsternis?

Autor/inn/en:
Publikation: 9.11.2005
Lernstufe: 3
Übersicht: Dieses Modul enthält Aktivitäten für den Unterricht und wissenschaftliche Ergänzungen. Alle Aktivitäten – Arbeiten an einem Modell, Simulationen usw. – können auch ohne reale Finsternis durchgeführt werden.
Ziele: Die Schüler arbeiten mit einem Modell von Sonne, Mond und Erde und erkunden damit die Vorgänge bei einer Mondfinsternis.
Angestrebte Kenntnisse: Licht und Schatten; die scheinbare Bewegung des Mondes und der Sonne; das System Sonne-Erde-Mond
Dauer: 5 bis 8 Unterrichtsstunden
Herkunft: La main à la pâte, Paris
Bewertung:
(noch keine Bewertung)

Unterrichtseinheiten des Moduls:

Vorbereitende Aktivitäten für die Lehrerin und die Schüler
  • Es werden Experimente vorgeschlagen, auf die sich die Lehrerin stützen kann, um in ihrer Klasse entsprechende Aktivitäten zu organisieren.
  • Mit Hilfe einer Taschenlampe und zweier Bälle werden Sonne, Erde und Mond simuliert. Die Schüler sollen dazu gebracht werden, das Ereignis einer Mondfinsternis selbst nachzustellen und vorauszusagen, was bei einer Mond­finsternis zu beobachten ist.
Simulation einer Mondfinsternis Es werden eine Mondfinsternis und die Entstehung des Halbschattens nachgestellt.
Hintergrundwissen für die Lehrerin Was sieht man während einer totalen Mondfinsternis?
Mögliche Erweiterungen in gestaltender Kunst Freies und angeleitetes Zeichnen, die Mondfinsternis als "Bilderfolge", die "unvorhersehbare" Mondfinsternis, die Mondfinsternis als "Zeichentrick­film"
Die Beobachtung einer Mondfinsternis vorbereiten Praktische Vorschläge für den Ablauf bei der Beobachtung einer Mondfinsternis

Beim Blättern in Astronomiebüchern wecken Fotos von Mond- und Sonnenfins­ternissen die kindliche Neugier: Ihre Grundkenntnisse in Astronomie führen die Kinder allerdings bei der Suche nach einer spontanen Erklärung meistens in die Irre. Eine partielle Mond- oder Sonnenfinsternis sieht für sie aus wie eine "merkwürdige Mondsichel, die anders ist als sonst." In der Tat kann man Fotos von Fins­ternissen leicht falsch interpretieren (Abb. 1), das geht auch vielen Erwachse­nen so. Aber unseren Schülern wird dies nicht mehr passieren, sobald sie sich ein­mal mit den Phänomenen einer Finsternis beschäftigt haben.

Fotos: Ein Kind schaut Plakate mit Fotos von Finsternissen an

Abb. 1: Ein Kind schaut Fotos einer Mond- (links) und einer Sonnenfinsternis (rechts) an.

In dieser Unterrichtseinheit wird von der üblichen Reihenfolge abgewichen: Erst wird in Sachbüchern nachgeschlagen und eine Mondfinsternis mit Hilfe eines Modells simuliert. Erst dann wird direkt beobachtet. Da eine Mond- oder Sonnenfinsternis ziemlich selten vorkommt, müssen die Kinder schon im Voraus gut vorbereitet sein, damit sie alle notwendigen Kenntnisse haben, um aus dem Ereignis den größtmöglichen Nutzen ziehen zu können.

Mit Hilfe eines großen Balls (Erde), der von einem Diaprojektor (Sonne) be­leuchtet wird, sowie eines kleinen Balls (Mond), der ebenfalls beleuchtet wird und den man um den großen Ball kreisen lässt, kann auf einfache Weise das System Sonne-Erde-Mond simuliert werden. Wenn die Kinder dann in kleinen Gruppen den Platz des großen Balls einnehmen und beobachten, wie der kleine Ball um sie herum kreist, können sie die Mondphasen erkunden und dabei ins­besondere die Position des kleinen Balls bei Vollmond und bei Neumond beob­achten. (Bei einer Sonnenfinsternis ist immer Neumond und bei einer Mondfins­ternis immer Vollmond.) Diese Simulationen von Sonne, Erde und Mond werden detailliert und Schritt für Schritt in dem Buch "Astronomie – ein Kinderspiel. Sonne, Erde, Mond." beschrieben (Mireille Hartmann, 2006).

Die Mondphasen

Abb. 2: Die Mondphasen

Um keine Gelegenheit zu verpassen, sollte man damit beginnen, den Kalender der Mondfinsternisse zu studieren. Dort sind alle Mondfinsternisse (totale, partielle und Halbschatten-) bis 2030 verzeichnet.

In Europa sichtbare Mondfinsternisse bis 2030


Datum Art Beginn der partiellen Mond­finsternis Beginn der totalen Mond­finsternis Mitte Ende der totalen Mond­finsternis Ende der partiellen Mond­finsternis
16. September 2016 Halbschatten     20.54 Uhr    
11. Februar 2017 Halbschatten     1.44 Uhr    
7. August 2017 partielle     Mond geht um 20.37 Uhr auf   21.19 Uhr
27./28. Juli 2018 totale Mond geht um 20.58 Uhr auf 21.30 Uhr 22.22 Uhr 23.14 Uhr 0.19 Uhr
21. Januar 2019 totale 4.34 Uhr 5.41 Uhr 6.12 Uhr 6.44 Uhr 7.51 Uhr
16./17. Juli 2019 partielle 22.01 Uhr   23.31 Uhr   1.06 Uhr
10. Januar 2020 Halbschatten     20.10 Uhr    
5. Juni 2020 Halbschatten 21.25 Uhr
16. Mai 2022 partielle 4.28 Uhr   Mond geht um
5.11 Uhr unter
   
28. Oktober 2023 partielle 21.34 Uhr   22.14 Uhr   22.54 Uhr
18. September 2024 partielle 4.12 Uhr   4.44 Uhr   5.17 Uhr
14. März 2025 totale 6.09 Uhr Mond geht um
6.29 Uhr unter
     
7. September 2025 totale   Mond geht um 19.37 Uhr auf 20.12 Uhr 20.53 Uhr 21.57 Uhr
28. August 2026 partielle 4.34 Uhr   6.13 Uhr   Mond geht um
6.17 Uhr unter
21. Februar 2027 Halbschatten     0.13 Uhr    
12. Januar 2028 partielle 4.44 Uhr   5.13 Uhr   5.42 Uhr
6. Juli 2028 partielle         Mond geht um 21.31 Uhr auf
31. Dezember 2028 totale 16.07 Uhr 17.16 Uhr 17.52 Uhr 18.28 Uhr 19.37 Uhr
26. Juni 2029 totale 3.32 Uhr 4.31 Uhr Mond geht um 4.50 Uhr unter    
20./21. Dezember 2029 totale 21.55 Uhr 23.15 Uhr 23.42 Uhr 0.09 Uhr 1.29 Uhr
15. Juni 2030 partielle     Mond geht um 21.21 Uhr auf   21.46 Uhr
9. Dezember 2030 Halbschatten     23.28 Uhr    

Zeitangaben in MEZ/MESZ (mitteleuropäischer Zeit bzw. mitteleuropäischer Sommer­zeit). Quelle: www.calsky.com/cs.cgi/Moon/10

Letzte Aktualisierung: 4.7.2017

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