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Homepage > Dokumentation > Pädagogik > Wie fange ich an? > In Kindergarten und Vorschule > Grundmuster einer Unterrichtseinheit

Grundmuster einer Unterrichtseinheit

Publikation: 26.5.2007

Diese Grundmuster einer Unterrichtseinheit stützen sich auf Grundmuster der begleitenden Texte zu den Lehrplänen "Naturwissenschaften in der Schule" und tragen bei der Thematik "lebendige, gegenständliche und stoffliche Welt" den Besonderheiten der Vorschule Rechnung.
Sie dürfen nicht als Modell einer Unterrichtseinheit missverstanden werden, das zu stereotypen Vorgehensweisen zwingen würde. Zwar findet man die beschriebenen Arbeitsschritte in den verschiedenen, tatsächlichen Unterrichtsstunden wieder, aber insgesamt geben sie keine systematische Beschreibung einer Unterrichtseinheit. Die anschließend zur Vorstellung kommenden Unterrichtseinheiten lassen die Anpassungsfähigkeit der Grundmuster und ihre vielen Abänderungsmöglichkeiten deutlich erkennen: Das Verfahren findet sich wieder, aber die Anwendungen sind ganz unterschiedlich.

Der Aneignungs- und Verarbeitungsprozess erstreckt sich über die ganze von der/dem Lehrenden angeleitete Untersuchungs- und Versuchstätigkeit der Schüler/innen, allerdings mit Intensivphasen am Ende jeder Unterrichtsstunde in Naturwissenschaft und Technologie, wenn in der Regel die ganze Klasse wieder zusammenkommt. Bei der Gelegenheit wird das Sprachvermögen immer weiter ausgebaut: Gelernt werden, dem Alter entsprechend, naturwissenschaftliches Vokabular und Ausdrucksweisen für Zusammenhänge, wie die von Ursache und Wirkung, und die Beziehungen zwischen verschiedenen Bestimmungsgrößen.

Wahl einer Ausgangssituation
- Die Anfangsgegebenheiten werden nach den Zielen der Lehrpläne, passend zum Schulprojekt und der Altersstufe entsprechend gewählt.
- Sie müssen Erfolg versprechend sein: meist spielerisch, handlungsorientiert, müssen neugierig machen, zum Erkunden reizen, Freude am Entdecken wecken.
- Sie sind durch die Ressourcen vor Ort (Material und Unterlagen) bestimmt.
- Sie müssen gewährleisten, dass die Eigeninteressen der Schüler/innen und ihre Beteiligung am Leben und an der Arbeit in der Klasse nicht beeinträchtigt werden.
- Sie müssen den Lernfortschritt über die ganze Vorschulzeit hin sicherstellen.
Im Hinblick auf eine von der ganzen Klasse gebilligte Fragestellung...
- bedarf es im Vorfeld einer von der/dem Lehrenden geplanten Beschäftigung zum Eingewöhnen;
- führt die/der Lehrende zu einer Tätigkeit hin, die Fragen aufwirft und in Worte fassen lässt;
- wählt die/der Lehrende Erfolg versprechende Fragen aus und rechtfertigt ihre/seine Auswahl;
- kommen die Anfangsvorstellungen der Schüler/innen zum Vorschein und finden Aufmerksamkeit (wie auch immer sie ausgedrückt werden, oder der Fantasie und dem Gefühl entstammen);
-auseinandergehende Ansichten werden gegebenenfalls einander gegenübergestellt, damit sich die ganze Klasse das Problem zu Eigen machen kann;
- wird im nächsten Schritt besprochen, wie vorgegangen werden soll (Bezug zur Realität, Streben nach Überlegung). Eine wichtige Phase für die sprachliche Arbeit, die auf die ein oder andere Art Zeit beansprucht (individuell, in kleinen oder großen Gruppen).
Tätigkeit der Schüler
- Wichtig ist hier der Austausch in der großen Gruppe. Die/der Lehrende nimmt die Gruppierung (Wechsel zwischen großen und kleinen Gruppen) vor und gibt Anweisungen (Funktion und erwartetes Verhalten in den Gruppen).
- Die Schüler/innen machen Vorschläge und sprechen ihre Ansichten aus. Die/der Lehrende ermuntert sie dazu und begutachtet, was gesagt wird.
- Mündlich oder mit Gesten wird eine geplante Handlung beschrieben (bei den größeren eine ganze Tätigkeit).
- Die Schüler/innen bringen mündlich ihre Vorhersagen zum Ausdruck: "Was wird nach meiner Meinung passieren?" (und bei den Größeren: "Warum passiert das?").
- Die/der Lehrende gibt neue Anweisungen.
- Das Vorhaben wird unterschiedlich gestaltet (ganze Klasse oder kleine Gruppen).
- Die Schülertätigkeit wird untergliedert und verteilt (gegebenenfalls Teilnahme an verschiedenen Lernateliers, unterschiedliche Anspruchsebenen und Rhythmen, je nach Schüler/in, und je nach Art und Weise in der die/der Lehrende anleitet).
- Die/der Erwachsene ermutigt die Schüler/innen zum Austausch untereinander.
- Die Spurensicherung kommt zur Geltung:
  • auf unterschiedliche Weise in Abhängigkeit vom Alter der Schüler/innen;
  • von Seiten des Kindes: Zeichnungen (die die/der Erwachsene mit Legende, Datum und Bezeichnung des Lernateliers versieht) und/oder mündliche Beschreibung;
  • oder von Seiten der/des Lehrenden: Zusammenfassung, Tabelle, Fotos, Film, Tonaufzeichnungen usw.: Materialien für die Erinnerung an die aktuelle Tätigkeit und für das Versuchsheft.
Verarbeiten des Gelernten
- Vergleich und in Zusammenhang bringen der Untersuchungsergebnisse, in der Regel wenn die Gruppen wieder zusammenkommen. Das ist der bestgeeignete Zeitpunkt, das Gelernte im Austausch miteinander zu ordnen und zu verarbeiten.
- Vergleich mit dem etablierten Wissen (unter Zuhilfenahme von Bilder- und Sachbüchern, von audiovisuellen Materialien), wobei darauf zu achten ist, dass die Ausdrucksebene die Schüler/innen nicht überfordert.
- Suche nach den Gründen einer eventuellen Unstimmigkeit, kritische Betrachtung der durchgeführten Versuche, Vorschläge für ergänzende Versuche (oft seitens der/des Lehrenden).
- Schriftliche Darstellung, je nach Altersstufe von den Schüler/inne/n oder von der/dem Lehrenden als gemeinsames Schriftstück ausgearbeitet (Klassenalbum, Plakat, Fotos mit Legenden, Filme...) und/oder in individueller Form (Tagebuch, Versuchsheft...). Gebrauch dieser Aufzeichnungen zur Mitteilung in der Klasse, in der Schule oder nach draußen.
- Wiederverwendung in anderen Zusammenhängen im Lauf des Schuljahres: Gelegenheiten zur weiteren und noch besseren Verarbeitung des Gelernten.

Letzte Aktualisierung: 28.6.2013

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