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Homepage > Dokumentation > Naturwissenschaften > Elektrizität > Weitere Informationen > Elektrizität und Lebewesen > Elektrische Fische

Elektrische Fische

Autorin:
Publikation: 1.11.1997
Herkunft: La main à la pâte, Paris

Die Angriffe von elektrischen Welsen sind blitzartig. Der afrikanische Süßwas­ser-Wels besitzt unter der Haut ein elektrisches Organ, das seinen gesamten Körper umgibt. Die Entladung kann dabei bis zu 500 Volt erreichen.

Der elektrische Rochen, auch Zitterrochen genannt, tötet seine Beute auf erstaunliche Weise: Er betäubt seine Opfer (Krustentiere und Fische) durch einen elektrischen Schlag und wickelt sie in seine Brustflossen, bevor er sie durch eine Entladung endgültig tötet.

Die Erzeugung von elektrischen Spannungen kommt bei Fischen häufig vor. Gewässer enthalten genügend gelöste Ionen, um Strom über eine Entfernung von mindestens einigen Zentimetern zu leiten. Die elektrischen Organe der Fische werden als Verteidigungsorgane, Angriffsorgane (Zitteraal) oder zum Beutefang (elektrischer Wels, Zitterrochen) eingesetzt. In Verbindung mit Organen zur Wahrnehmung von Elektrizität dienen sie auch als Informations­mittel, um die Fische bei ihren Bewegungen zu leiten oder ihnen zu ermögli­chen, sich mit Artgenossen zu verständigen.

Was ist ein elektrisches Organ?

Die elektrischen Organe bestehen aus "elektrischen Platten", die aus der Spe­zialisierung verschiedener Muskeln des Rumpfes, des Schwanzes, des Bauches und sogar der Augen gebildet wurden. (Die elektrischen Organe des Astroco­pus, eines Mittelmeerfisches und Verwandten der Petermännchen, sitzen hinter den vorstehenden Augen.) Jede elektrische Platte enthält Nervenendigungen, die mit veränderten Muskelfasern verbunden sind, und funktioniert wie ein elektrischer Kondensator. Die von einer Art Gelee umgebe­nen elektrischen Plat­ten sind in Säulen angeordnet, wie die in Reihe geschalte­ten Zellen einer Bat­terie. Die Säulen werden miteinander verbunden und bilden die elektrischen Organe. Ein Stachelrochen besitzt etwa 10 000 elektrische Platten pro elektri­schem Organ, beim Zitterrochen sind es 18 000 und beim Messeraal (einem südamerikanischen elektrischen Süßwasseraal) sogar 420 000. So summieren sich kleine Potenzialdifferenzen, die durch den Nerven­impuls zwischen zwei Seiten einer elektrischen Platte erzeugt werden (in der Größenordnung von jeweils 120 bis 150 Millivolt), wodurch eine sehr große Gesamtentladung erreicht werden kann.

(Hauptquelle: Biologie animale, les Cordés, Anatomie comparée des Vertébrés [Tierbiologie, Chordata, Vergleichende Anatomie der Wirbeltiere], A. Beaumont, P. Cassier. Dunod Université.)

Letzte Aktualisierung: 11.7.2014

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