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Elektrische Schläge

Autor:
Publikation: 1.4.1998
Herkunft: La main à la pâte, Paris

Wussten Sie, dass Sie Blitze aussenden können? Um sich davon zu überzeu­gen, ziehen Sie Wollsocken oder Schuhe mit Kunststoffsohlen an und gehen Sie auf dem Teppichboden hin und her. Wenn Sie versuchen, einen metallenen Türgriff anzufassen, laufen Sie Gefahr, Opfer eines Mini-Blitzschlages zu wer­den und einen kleinen elektrischen Schlag zu spüren, der Ihnen nicht unbe­dingt gefallen wird. Bei diesem Phänomen spielt die elektrische Influenz eine Rolle. Beim Gehen auf dem Teppichboden (oder auf jeder anderen isolierenden Unterlage) erhöht sich die Ladung unserer ebenfalls isolierenden Sohlen. Wir werden so zu einem elektrischen Wesen, das in der Lage ist, die Ladungsver­teilung anderer Gegenstände zu verändern. Wenn wir unsere Hand einem Metallgriff nähern, induzieren wir in dessen Oberfläche eine Ladung mit (der Ladung unseres Körpers) entgegengesetztem Vorzeichen. Je mehr sich unsere Hand nähert, desto größer ist die Wirkung der Influenz, desto stärker ver­schieben sich die Ladungen im Metallgriff gegeneinander und desto größer wird die Spannung. Oberhalb einer bestimmten Schwelle ist die Luft kein Isolator mehr: Die Ladungen können von der Hand zum Griff überspringen. Die Luft wird dann durch eine elektrische Entladung durchzogen. Das ist dieser Mini-Blitz, der unsere Haut so empfindlich reizt.

Um solche Unannehmlichkeiten zu vermeiden, sind mehrere Lösungen möglich: Die einfachste besteht darin, zunächst den Griff großflächig mit dem Unterarm zu berühren; die Entladung findet zwar statt, aber da der Kontaktbereich grö­ßer ist, wird der Schlag als weniger unangenehm empfunden.

Die wirksamste (aber vielleicht nicht so einfach auszuführende) Methode besteht darin, Ihren Finger über einen elektrischen Draht mit dem Griff zu verbinden: Die Elektronen nehmen lieber diesen weniger energieaufwändigen Weg, um zum Griff zu gelangen. Daher gibt es in diesem Fall keinen mit einer hohen Spannung verbundenen Blitz.

In Fabriken für elektronische Mikrochips kann die geringste elektrische Ent­ladung verhängnisvoll für die Bauteile sein. Deshalb tragen die Personen, die mit den Mikrochips arbeiten müssen, am Handgelenk ein metallisches Armband, das mit der Erde und ihrem Arbeitsplatz durch eine Leitung verbunden ist. Die Ladungen werden so zum Boden abgeleitet und die Mikrochips sind geschützt.

Letzte Aktualisierung: 18.7.2014

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