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Homepage > Dokumentation > Naturwissenschaften > Astronomie > Grundlagen > Die scheinbare Bewegung der Sterne

Die scheinbare Bewegung der Sterne

Autor:
Publikation: 1.9.2000
Herkunft: La main à la pâte, Paris

Die Drehung der Himmelskugel

Die Sonne, die im Osten aufgeht und im Westen unter, bestimmt unseren Lebensrhythmus. Wenn man im Laufe einer Nacht den Himmel mehrere Stunden lang anschaut, sieht man, dass die Himmelskugel sich um sich selbst dreht. Das ist ihre tägliche Drehung. Die Vorstellung von einer "Himmelskugel" ist eine altgriechische: Man dachte sich die Sterne fixiert an der inneren Oberfläche einer Kugel. Heute wissen wir, dass die Fixsterne in sehr unterschiedlicher Entfernung im Weltall verteilt sind. Wir sprechen trotzdem immer noch von der "Himmelskugel". Die Drehung der Himmelskugel lässt sich fotografisch dokumentieren: Man stellt den Fotoapparat auf ein Stativ, richtet ihn zum Beispiel auf den Polarstern aus und belichtet längere Zeit (etwa 45 Minuten). Die Drehung der Himmelskugel ist eine scheinbare, weil in Wirklichkeit sich die Erde um sich selbst dreht, während die Sterne ihren Ort am Himmel beibehalten. Daher bewegt sich auch der Polarstern nicht, er steht am Himmel dort, wo die verlängerte Erdachse auf die Himmelskugel trifft.

Foto: Die scheinbare Bewegung der Sterne

Die scheinbare jahreszeitliche Bewegung der Sterne

Wenn man den Sternenhimmel zur gleichen Stunde in verschiedenen Jahreszeiten beobachtet, stellt man fest, dass bestimmte Sternbilder nicht mehr da sind und dafür andere am Himmel stehen. In "Der Wechsel von Tag und Nacht" haben wir schon besprochen, dass die Erde sich in 23 h 56 min 49 s einmal um sich selbst dreht, und dass sie 24 Stunden braucht, um wieder die gleiche Stellung zur Sonne zu erreichen. Die doppelte Bewegung der Erde, um sich selbst und um die Sonne, ist auch der Grund für die scheinbare Wanderung der Sternbilder.

Animated gif: Die scheinbare Bewegung der Sterne zu verschiedenen Jahreszeiten

Animation: Die scheinbare Bewegung der Sterne zu verschiedenen Jahreszeiten
Die Animation als Bilderfolge

Die Sterne bewegen sich nicht [1]. Die Drehung der Erde macht, dass sich, von ihr aus gesehen, die Position der Sterne zur gleichen Stunde von einem Tag zum anderen um 1° ändert. Wenn wir ein halbes Jahr später um die gleiche Zeit an gleicher Stelle die Beobachtung wieder aufnehmen, sehen wir im Lauf der Nacht einen anderen Teil des Himmels. Die Sterne, die wir nachts im Gesichtsfeld hatten, stehen jetzt tagsüber am Himmel, sind wegen des Sonnenlichts jedoch nicht sichtbar.

Der Polarstern (stella polaris)

Von der Erde aus gesehen drehen sich alle Sterne der Nordhalbkugel um den Polarstern. Dieser bewegt sich praktisch nicht, weil er fast genau in der Verlängerung der Rotationsachse der Erde liegt. Dank dieser Lage diente der Polarstern lange Zeit den Reisenden und Seeleuten der Nordhalbkugel zur Orientierung.


Fußnote

1: Sterne bewegen sich natürlich schon, sogar mit für irdische Verhältnisse unglaublich hohen Geschwindigkeiten. Wegen ihrer großen Entfernung von der Erde lässt sich das jedoch praktisch nicht direkt beobachten.

Letzte Aktualisierung: 11.2.2014

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