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Homepage > Aktivitäten > Mechanik > Bewegung > Ich bin öko-mobil! – Bildung für eine nachhaltige Mobilität > Umwelt und Lebensqualität > 7: Auswirkungen auf die Menschen > Vergleich von Auto und Bus

7.2: Vergleich von Auto und Bus in der Stadt

Autor/inn/en:
Publikation: 5.3.2015
Lernstufen: 23
Übersicht: Mit Spielzeugautos und -bussen vergleichen die Schüler den Platz, den die verschiedenen Fahrzeuge beanspruchen, um die jeweils gleiche Zahl von Verkehrsteilnehmern zu befördern. Sie überlegen, wie sich Stadtbewohner fortbewegen und wie sie ihre Wege umweltfreundlich zurücklegen können.
Angestrebte Kenntnisse:
  • In Städten ist die Fahrzeit für eine gegebene Strecke relativ lang.
  • Zersiedelung führt zum Verlust von land- und forstwirtschaftlichen Nutz­flächen und zu länge­ren Fahrzeiten zur Arbeit/zur Schule.
Wortschatz: Landfläche, Zersiedelung, Flächennutzung, Fahrzeit, Verkehrsaufkommen, Verkehrsmittel­wahl, Modal Split
Dauer: 45 Minuten
Material: Für jeden Schüler: Für die Klasse:
Herkunft: La main à la pâte, Paris

Vorbemerkung

Ein paar Tage vor der Unterrichtsstunde bittet die Lehrerin die Schüler, Spiel­zeugautos und -busse mit in die Schule zu bringen.

Literaturrecherche

Zunächst wird das Arbeitsblatt 20 (Verkehrsmittelwahl für die täglichen Wege) verteilt. Anstatt Verkehrsmittelwahl wird auch oft der Begriff "Modal Split" ver­wendet. Während die Schüler lesen, vergewissert sich die Lehrerin, dass die vorkommenden Begriffe (insbesondere fließender Verkehr, stockender Verkehr) verstanden werden. Diagramm und Tabelle werden ge­meinsam besprochen.

Die Lehrerin erklärt, dass die Zahl der Autos die Zahl der Haushalte beträcht­lich übersteigt [2]:

Die Klasse erörtert weitere negative Auswirkungen des massiven Autoverkehrs in unseren Städten: Lärm, Luftverschmutzung, Unfallgefahren. Ein weiterer As­pekt ist der von Autos beanspruchte Raum in einer Stadt: Straßen, Parkplätze, Garagen, Tankstellen, Werkstätten. Würde man diesen Raum (oder einen Teil davon) für Fußgängerzonen, Fahrradwege, Grünflächen und Ähnliches verwen­den, würde das die Lebensqualität der Bewohner erhöhen.

Veranschaulichung

"Wie viele Personen lassen sich in einem Auto transportieren?", fragt die Leh­rerin, und: "Wie viele Personen sitzen meistens in einem Auto?". Die gleichen Fragen stellt sie für den Bus. Sie erklärt, dass im Auto oft nur eine Person sitzt, während in einem Bus typischerweise etwa 100 Personen transportiert werden können (Sitz- plus Stehplätze). Zu Hauptverkehrszeiten sind Busse auch oft voll besetzt.

Pädagogische Anmerkung

Nach einer Studie, die in mehreren europäischen Ländern die Belegungszahl von Autos untersucht hat, sitzen in Deutschland und in der Schweiz im Mit­tel etwa 1,5 Personen im Auto, in Österreich sogar nur 1,2 Personen [3]. Wenn die Schüler Schwierigkeiten mit der Angabe "im Mittel 1,5 Personen" haben, kann man ihnen diese Zahl so klarmachen: Nimmt man zehn Autos, sind fünf Autos mit nur einer Person besetzt, die anderen fünf Autos mit zwei Personen.

Jetzt geht es darum, sich den Platzbedarf zu veranschaulichen. Geht man da­von aus, dass ein Auto mit 1,5 Personen belegt ist und ein (voller) Bus mit 100 Personen, entspricht ein Bus ungefähr 67 Autos (= 100 geteilt durch 1,5). Falls in etwa gleich große Spielzeugautos zur Verfügung stehen, kann man den Platz­bedarf mit den Spielzeugautos und dem Spielzeugbus darstellen (siehe Abb. 1).

Andernfalls sollten lieber die Auto- und Bussymbole des Arbeitsblattes 21 ver­wendet werden. Um genügend Autosymbole zu haben, muss das Arbeitsblatt zweimal fotokopiert werden. Die Autos und ein Bus werden ausgeschnitten und auf ein Plakat geklebt. Durch diese kleine Veranschaulichung wird klar, welch enormen Raum das Auto im Vergleich zu öffentlichen Verkehrsmitteln bean­sprucht.
Wenn die Belegung 1,2 Personen pro Auto beträgt, braucht man für den Trans­port von 100 Personen (= 1 Bus) 83 Autos.

Foto: Flächenverbrauch von Autos und Bussen

Abb. 1: Flächenverbrauch von Autos und Bussen, dargestellt mit Spielzeugautos [4]

Foto: Flächenverbrauch von Autos und Bussen, dargestellt mit Bus- und Autosymbolen

Abb. 2: Flächenverbrauch von Autos und Bussen, dargestellt mit Bus- und Auto­symbolen. In diesem Beispiel wurden 83 Autos genommen, entsprechend einer Belegung von 1,2 Personen pro Auto [4].

Die Lehrerin regt eine Diskussion über die herausragende Rolle des Autover­kehrs in unseren Städten an. Die Begleiterscheinungen sind Staus, verlängerte Verkehrszeiten, erhöhte Belastung der Bewohner durch Lärm, Schadstoffe und Stress. Folglich kommen Alternativen zum Autoverkehr zur Sprache: öffentli­che Verkehrsmittel benutzen, zu Fuß gehen, mit dem Fahrrad fahren.

Zusammenfassung

Die Klasse formuliert gemeinsam eine Schlussfolgerung.

Beispiel: Die sehr große Anzahl von Autos, ihre kaum genutzte Beförde­rungskapazität und der beanspruchte Platz führen zur Überlastung des Ver­kehrsnetzes, zu Staus und zu verlängerten Fahrzeiten.

Weiterführende Links

Es gibt im Internet zahlreiche Statistiken zum Thema Mobilität. Hier sind einige Links:


Fußnoten

1: Quelle: Mobilität in Deutschland 2008 – Struktur, Aufkommen, Emissionen, Trends, Seite 27

2: Anzahl der Autos in Deutschland (2017), Österreich (2017), der Schweiz (2016), Frankreich (2017)
Anzahl der Haushalte in Deutschland (2016), Österreich (2016), der Schweiz (2016), Frankreich (2014)

3: Quelle: European Environment Agency, Zahlen für 2005

4: Abb. 1: 5. Klasse von Cécile Perrin (Le Kremlin-Bicêtre)
Abb. 2: 5. Klasse von Kévin Faix (Le Kremlin-Bicêtre)

Letzte Aktualisierung: 8.7.2018

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