Direkt zum Inhalt
Zum Ende des Inhalts
Zur Service-Navigation
Zur Suche
Zur Hauptnavigation
Zur Anmeldung/Registrierung

Homepage > Dokumentation > Naturwissenschaften > Astronomie > Weitere Informationen > Das Sonnensystem > Jupiter

Jupiter

Autor:
Publikation: 1.9.2000
Herkunft: La main à la pâte, Paris

Jupiter ist der fünfte und größte Planet des Sonnensystems. Er ist zugleich der erste der Gasplaneten (auch jovianische oder Jupiterplaneten oder Gasriesen). Das sind Himmelskörper aus ständig im Fluss befindlicher leichter Materie (Wasserstoff), in denen der Druck zur Mitte hin enorme Werte erreicht (bei Jupiter mehrere Millionen bar). Es scheint, dass diese Planeten Kerne aus Metall und Gestein haben (auch Wasserstoff nimmt bei riesigen Drucken metallische Form an).

Von der Erde aus gesehen erscheint Jupiter orange-gelb, und sein auffälligstes Merkmal ist sein großer roter Fleck in dem zwei Erden nebeneinander Platz finden würden. Es handelt sich dabei um eine enorme "atmosphärische" Störung, ähnlich einem Wirbelsturm auf der Erde.

[Anmerkung der Übersetzer: Dieser "Sturm" wurde bereits zur Zeit der ersten Beobachtungen des Jupiters mittels Fernrohren beobachtet. Er wurde in den dazwischen liegenden Jahrhunderten zwar mal kleiner, mal wieder größer, hat sich aber anscheinend nie gelegt.]

Jupiter

Abb. 1: Der Jupiter mit dem Schatten einer seiner Monde
© NASA/JPL/Space Science Institute

Jupiter sendet zweimal soviel Licht aus, wie er von der Sonne empfängt. Diese Strahlung liegt im infraroten Bereich und ist für das Auge nicht wahrnehmbar, der Nachweis gelingt nur mittels geeigneter Instrumente. Die Energie dieser Strahlung entstammt schwerkraftbedingter Kontraktion. Wenn Jupiter 50 bis 100 Mal mehr Masse hätte, würde Kernfusion von Wasserstoff möglich und aus dem Planeten würde eine Sonne, ein Stern. Dann wäre unser Sonnensystem ein Doppelsternsystem.

Jupiter ist umgeben von einem Miniatur-Planetensystem, das aus (zurzeit) 63 Satelliten besteht (zahlreiche von ihnen wurden erst kürzlich entdeckt). Die vier größten (Io, Europa, Ganymed, Callisto) wurden 1610 von Galileo Galilei beobachtet, sie sind mit einem kleinen Feldstecher leicht zu sehen. Man bezeichnet sie auch als galileische Satelliten. Die anderen Begleiter sind kleiner (zwischen 10 und 200 km im Durchmesser) und unregelmäßig geformt.

Dank der Sonde Voyager 1 hat man 1979 entdecken können, dass Jupiter Ringe hat, wie Saturn, nur sehr viel kleinere. Sie sind zahlreich und bestehen aus sehr kleinen Materiekörnern.

Den ersten Besuch empfing Jupiter 1973 von Pioneer 10, später folgten Pioneer 11, Voyager 1, Voyager 2 und Ulysses. Zwischen 1989 und 2003 kreiste die Sonde Galileo um Jupiter.

Seinen Namen hat Jupiter vom bedeutendsten der römischen Götter, aber das ist reiner Zufall, denn seinerzeit wusste man nicht, dass er der größte Planet ist.

Jupiter Fünfter Planet unseres Sonnensystems
Mittlerer Abstand zur Sonne 5,204 AE
Exzentrizität 0,049
Siderische Umlaufzeit (Jupiter-Jahr) 11,86 Jahre
Monde 67; feine Ringe
Die 4 größten Monde sind: Io, Europa, Ganymed und Callisto
Neigung der Bahnebene gegenüber der Bahnebene der Erde 1,3°
Zeit für eine Rotation 9 h 55 m 30 s
Neigung des Äquators gegenüber der Bahnebene 3,1°
Durchmesser (am Äquator) 142 984 km (11,2-fache des Erddurchmessers)
Volumen 1,43×1015 km3 (1320-fache des Erdvolumens)
Masse 1,899×1027 kg (318-fache der Erdmasse)
Fallbeschleunigung (am Äquator) 24,8 m/s2 (2,5-fache der Erdbeschleunigung)
Mittlere Dichte 1,33 g/cm3 (24% der Erddichte)
Oberflächentemperatur −108° C
Bestandteile der "Atmosphäre" Wasserstoff (90%), Helium (10%), Spuren von Methan und Ammoniak

Quelle: Planetary Fact Sheet des National Space Science Data Center (NASA)

Letzte Aktualisierung: 28.2.2017

Allgemeine Informationen E-Mail Alphabetischer Index Sitemap Häufig gestellte Fragen La main à la pâte
Was sind eigentlich Sonnentaler?

Anmeldung

Passwort vergessen?

Registrieren