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Homepage > Aktivitäten > Mechanik > Bewegung > Ich bin öko-mobil! – Bildung für eine nachhaltige Mobilität > Ökomobilität > 10: Einrichtung eines "laufenden Busses" > Streckenauswahl

10.1: Streckenauswahl für einen Pedibus

Autor/inn/en:
Publikation: 5.3.2015
Lernstufen: 23
Übersicht: Die Schüler zeichnen die Standorte der Schule und ihrer Wohnhäuser auf einem Plan ein. Sie überlegen, wie die Pedibus-Strecke verlaufen könnte.
Angestrebte Kenntnisse:
  • Es gibt sanfte Verkehrsmittel, die nur wenig Auswirkungen auf die Um­welt haben: die eigenen Füße, Fahrrad, Tretroller, Longboard.
  • Diese sanften Verkehrsmittel sind besonders für kurze Strecken geeig­net.
  • Beispiel für ein sanftes Verkehrsmittel für den Schulweg: der Pedibus
Wortschatz: Pedibus, laufender Bus, Laufbus, Schulbus auf Füßen, Bus auf Beinen
Dauer: 1 Stunde
Material: Für jeden Schüler:
  • ein Stadtplan des Viertels oder der ländlichen Umgebung
Für die Klasse:
  • ein vergrößerter Plan des Viertels oder der ländlichen Umgebung
Herkunft: La main à la pâte, Paris

Vorbemerkung

Es ist ratsam, vor dieser Unterrichtsstunde die Unterrichtsstunde Transport und Verkehr in Europa durchgenommen zu haben, in der festgestellt wurde, dass man heutzutage viel weniger zu Fuß geht.

Diskussion (alle zusammen)

Die Lehrerin lässt die Schüler die Ergebnisse der generationsübergreifenden Um­frage zusammenfassen. Sie geht insbesondere auf die Veränderung der für den täglichen Schul- oder Arbeitsweg benutzten Verkehrsmittel ein. In der Regel haben alle festgestellt: Die Großeltern gingen öfter und weitere Strecken zu Fuß als die Eltern, und die wiederum öfter und weitere Strecken als die heutigen Schüler.

Die Lehrerin macht den Schülern einen Vorschlag, wie auch sie zu Fuß zur Schule kommen könnten: mit dem Pedibus. Je nach Gegend wird der Pedibus auch laufender Bus, Laufbus, Schulbus auf Füßen oder Bus auf Beinen ge­nannt. Es werden die Ähnlichkeiten mit bzw. die Unterschiede zu einem nor­malen Bus hervorgehoben: "Es ist ein öffentliches Verkehrsmittel, es gibt Haltestellen, es gibt einen Fahrplan, man geht zu Fuß, ...".

Ein Haltestellenschild eines Pedibusses

Abb. 1: Ein Haltestellenschild eines Pedibusses
Foto: Daniel749, Wikimedia Commons (CC0 1.0)

Die Lehrerin fragt die Schüler, was man machen müsse, um einen solchen Pedibus einzurichten. Mögliche Schülerantworten sind:

In den folgenden Unterrichtsstunden wird diese Aufgabenliste, ungefähr in die­ser Reihenfolge, abgearbeitet. Die Lehrerin verteilt an jeden Schüler einen Stadt­plan (den man ganz einfach über Google Maps oder OpenStreetMap erhält). Außerdem hängt sie einen vergrößerten Stadtplan an die Tafel. Je nach Größe der Stadt ist es der Plan der gesamten Stadt oder der Plan des Viertels.

Pädagogische Anmerkung

Die Satellitenansicht ist besser geeignet als die Kartenansicht, um einzelne Häuser und Gebäude zu erkennen. Diese Informationen braucht man, um geeignete Standorte für die Haltestellen festlegen zu können, das heißt Hal­testellen, in deren Nähe möglichst viele Schüler wohnen.

Zunächst suchen die Schüler auf der Karte, wo sich die Schule und ihre Woh­nungen befinden. Jeder Schüler kommt an die Tafel und klebt am Standort seines Hauses einen kleinen Klebezettel auf den Stadtplan. Zum Schluss sieht man, wie die Wohnorte der Schüler über die Stadt/das Stadtviertel verteilt sind.

Zwei Fotos: eine Pedibusstrecke planen

Abb. 2: Ein Schüler markiert seinen Wohnort; es wurden drei Pedibus-Linien geplant (rot, grün, schwarz) [1].

Die Klasse schlägt verschiedene Pedibus-Strecken vor und diskutiert darüber, welche am geeignetsten sind, im Hinblick auf Sicherheit, Verkehr, Straßenüber­querungsmöglichkeiten, das Vorhandensein von Bürgersteigen usw. Der Pedibus kann mehrere "Linien" haben, die alle an der Schule zusammentreffen. Der Fuß­weg sollte für keinen Schüler mehr als 15 Minuten dauern. Um es nicht zu kom­pliziert zu machen, sollten nicht mehr als drei Pedibus-Linien eingerichtet werden. Am besten fängt man mit den Wohnorten der Schüler an, die am weitesten weg wohnen. Man kann auch im Blick haben, wo die Schüler der anderen Klassen der Schule wohnen

Manche Schüler werden feststellen, dass sie, wenn sie der Pedibus-Linie fol­gen, einen Umweg laufen müssen. Man sollte möglichst wenige Umwege ein­planen, zum Teil sind sie jedoch unumgänglich: Der Pedibus kann nicht vor jedem Haus halten. Sobald die Linien festgelegt und auf dem Plan eingezeich­net sind, müssen die Standorte der Haltestellen bestimmt werden.

Schriftliche Aufzeichnung

Jeder Schüler überträgt die Wohnorte der anderen Schüler auf seinen eigenen Stadtplan. Am Ende der Unterrichtsstunde, nachdem alles ausreichend bespro­chen und optimiert wurde, können auch die festgelegten Pedibus-Linien einge­zeichnet werden.


Fußnote

1: Abb. 1: 5. Klasse von Anne-Marie Lebrun (Bourg-la-Reine)

Letzte Aktualisierung: 14.7.2016

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