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Homepage > Dokumentation > Pädagogik > Das Versuchsheft > in der Klasse implementieren > Das Versuchsheft einführen
| Publikation: | 30.6.2001 |
Anfangs schreiben die Schüler/innen nicht von sich aus und spontan in ihr Versuchsheft; das ändert sich auch nicht von heut auf morgen, sondern erst im Lauf des Jahres und in der weiteren Schulzeit.
Man wird ihnen zunächst genaue Anweisungen erteilen, damit die Schüler/innen sich zu jedem Arbeitsgang Gedanken machen und ihre Aufzeichnung nach Fragen wie diesen gliedern: "Fragen, die ich mir stelle", "Was will ich machen?", "Was habe ich gemacht?", "Warum?", "Welche Materialien habe ich verwendet?", "Was habe ich festgestellt?", "Was habe ich beobachtet?", "Welche Schlussfolgerungen kann ich ziehen?", usw...
Die Liste der Fragen kann verteilt oder auf einem Plakat zusammengestellt werden, nach Rubriken sortiert.
| Die experimentelle Herangehensweise der Naturwissenschaften | |
|---|---|
| 1. Fragestellung | |
| Nach was suche ich: | Nach was suchen wir: |
| 2. Hypothesen | |
|
Was ich denke:
Was ich zu tun gedenke: Was ich vorschlage: Was ich verifizieren will: |
Was wir denken:
Was wir zu tun gedenken: Was wir vorschlagen: Was wir verifizieren wollen: |
| 3. Experiment | |
| Was ich mache: | Was wir machen: |
| 4. Versuchsergebnisse | |
|
Was ich beobachte:
Was ich messe: |
Was wir beobachten:
Was wir messen: |
| 5. Schlussfolgerungen | |
|
Was ich sagen kann:
Was ich behalte: |
Was wir sagen können:
Was wir behalten: |
Beispiel: eine Fragenliste für Schüler/innen in der Dordogne
Andere Lehrende verwenden vorgedruckte Blätter, auf denen die Fragen schon verzeichnet sind; nach und nach gewöhnen sich die Schüler/innen an die Fragen, die man sich bei der naturwissenschaftlichen Arbeit stellt und brauchen den strengen Rahmen nicht mehr.
Auszug aus einem vorgedruckten Blatt mit Fragen, die der/die Lehrer/in geschrieben hat.
In jedem Abschnitt der gemeinsamen Untersuchung regt der/die Lehrer/in die
Schüler/innen an, in ihr Heft zu schreiben, er/sie macht sie darauf
aufmerksam, dass das was man schreibt wieder zu lesen sein muss, dass man auch
später noch wissen will, was die eine oder andere Zeichnung zu bedeuten hat,
dass Datum und Titel stets wichtig sind.
Aber die persönliche Aufzeichnung ist keine zwingende Vorrausetzung für die
praktische Arbeit.
In Kindergarten und Vorschule machen die Kinder Zeichnungen und diktieren
dem/der Lehrer/in die Bildunterschriften.
Diktat im Kindergarten. Der/die Lehrer/in hat sich bei den Bildunterschriften auf die Aussagen des Kindes gestützt.
Hier ein paar Wege, die Lehrende zur Entwicklung der schriftlichen Aufzeichnung einschlagen können:
Beispiel für eine Wortliste im Heft einer 2. Klasse
Man kann den Schüler/inne/n vorschlagen, im naturwissenschaftlichen Unterricht behandelte Themen aufzugreifen, um zum Beispiel zu einer Sonnenfinsternis ein Gedicht zu schreiben, um den Weg eines Stück Brots im menschlichen Köper zu beschreiben, um sich ihr Leben auszudenken, wenn sie eine Wüstenrennmaus wären, usw.