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Homepage > Dokumentation > Pädagogik > Wie fange ich an? > Inhalte unterrichten > Informationsblätter > 22: Anzeichen der Erdaktivität

Informationsblatt 22: Seismische und vulkanische Aktivität der Erde

Publikation: 31.7.2009
Herkunft: La main à la pâte, Paris

Aus den Lehrplänen

Lernstufe 3:

Himmel und Erde

Erschwernisse aufgrund von vorgefassten Meinungen der Schüler

Die Schüler halten sich oft an die beobachtbaren Dinge, sprechen lieber von strukturellen Gegebenheiten (der Vulkan) als von Ereignissen (Vulkanaus­bruch).

Sie betrachten nur die sichtbare Oberfläche eines Vulkans und stellen ihn meist in stereotyper Weise als Kegel dar, lassen die Verbindung zu den Tiefen des Erdballs außer Acht.

In den Schülerzeichnungen ist oft der Maßstab problematisch: Der Vulkan wird übertrieben hoch dargestellt im Vergleich zu seiner Grundfläche. Für die Schü­ler entspringt ein Vulkan "in der Erdmitte", aber in Wirklichkeit liegt das Magma lediglich in einer Tiefe von einigen zehn Kilometern unter der Oberfläche und auf keinen Fall in der Erdmitte, in 6370 km Tiefe.

Die Schüler kennen Erdbeben nur aus ihren katastrophalen Folgen, die perma­nente Erdaktivität entzieht sich der sinnlichen Wahrnehmung.

Ein paar Klippen an denen Beobachtung und Experiment scheitern könnten

Man sollte die Untersuchung der Erdaktivität nicht auf Strukturen beschränken (zum Beispiel auf die verschiedenen Vulkantypen).

Man sollte auch nicht zu sehr bei den Katastrophenfotos verweilen.

Kenntnisse

Das Magma besteht aus teilweise geschmolzenem Gestein. Der Schmelzpro­zess beginnt in einer Tiefe von einigen zehn Kilometern. Das Magma steigt durch eine oder mehrere Spalten in der Erdkruste zur Erdoberfläche auf. Der Austritt von Magma (und die damit verbundenen Phänomene wie heiße Gase) ist der Vulkanausbruch. Oft kündigt sich ein Ausbruch durch Vorzeichen, durch maximale Erdaktivität an (Lavaströme, Explosionen, heiße Gase, ...); auch durch eine mehr oder weniger lange Ruhepause.

Ein Erdbeben entsteht bei einer plötzlichen Bewegung an einem alten Bruch in der Tiefe oder wenn sich eine neue Spalte bildet. An der Oberfläche spürt man mehr oder weniger starke Erschütterungen. Diese können katastrophal aber auch nicht wahrnehmbar sein.

Die Untersuchung von Naturrisiken ist eine Voraussetzung für Vorsorgemaß­nahmen.

Mehr zum Thema

Die Erde besteht aus konzentrischen Schichten unterschiedlicher Zusam­men­setzung und Beschaffenheit. Zum Beispiel besteht die starre, spröde Lithosphäre an der Erdoberfläche aus tektonischen Platten, die sich auf einer ebenfalls festen aber im Maßstab der Geschwindigkeit der Plattenverschiebun­gen (Millionen Jahre) langsam deformierbaren Schicht bewegen. Die Erdbeben­verteilung und die Verteilung der Vulkane auf der Erdoberfläche hängen mit den Brüchen in der Lithosphäre zusammen. Die Plattenverschiebung deformiert das Gestein, bis es bricht; das elastische Zurückschnellen beim Bruch löst die seismischen Wellen aus.

Einsatz der Kenntnisse in anderen Zusammenhängen, verwandte Begriffe

Letzte Aktualisierung: 20.4.2015

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