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Homepage > Dokumentation > Naturwissenschaften > Elektrizität > Grundlagen > Einheiten und Symbole
| Autor: | |
| Publikation: | 1.11.1997 |
| Herkunft: | La main à la pâte, Paris |
Ampère, Ohm, Watt, Volta, Faraday, Coulomb, Hertz, diese Gelehrten sind Ihnen nicht unbekannt, vielleicht weil Ihnen die entscheidende Rolle bekannt ist, die sie in der Geschichte der Elektrizität gespielt haben. Vielleicht liegt es aber auch an den elektrischen Einheiten, die ihre Namen tragen:
Der französische Physiker André-Marie Ampère (1775-1836) war einer der Gründerväter des Elektromagnetismus. In Anerkennung seiner wissenschaftlichen Leistung steht sein Name für die Maßeinheit der Stromstärke.
Der Franzose Charles-Augustin de Coulomb (1736-1806) wies nach, dass die Kraft, die eine Ladung auf eine andere ausübt, einereseits umgekehrt proportional zum Quadrat des Abstands zwischen ihnen ist, andererseits proportional zum Produkt der Größe beider Ladungen. Die Maßeinheit für die Ladung trägt seinen Namen.
Gegen 1880 bewies der deutsche Physiker Heinrich Hertz (1857-1894) experimentell die Existenz von Radiowellen. Bei jedem periodischen Phänomen (Wellen zum Beispiel), wird die Anzahl der Perioden pro Sekunde als Frequenz bezeichnet. Die Frequenz wird in Hertz angegeben.
Der Engländer James Prescott Joule (1818-1889) studierte die Beziehungen zwischen Wärme, Elektrizität und mechanischer Arbeit. Insbesondere untersuchte er auch den Zusammenhang zwischen der Erwärmung eines Gegenstandes, wenn er von einem Strom durchflossen wird, und dessen elektrischen Widerstand. Zu seinen Ehren wurde als Einheit für der Energie das Joule als Maßeinheit eingeführt.
Der deutsche Physiker Georg Ohm (1789-1854) stellte 1826 ein Gesetz auf, das besagt, dass die Spannung U an den Anschlüssen eines Körpers gleich der Stromstärke I des hindurch fließenden Stromes mal dem Widerstand R des Körpers ist (U = R * I). Zur Erinnerung an diese Entdeckung nennt man die Maßeinheit des Widerstands eines Materials Ohm (und benutzt den griechischen Buchstaben Omega 'Ω' als Symbol).
Das Volt ist zu Ehren des italienischen Physikers Alessandro Giuseppe Antonio Anastasio Volta (1745-1827), dem Erfinder der elektrischen Batterie, benannt worden. Es stellt die Maßeinheit für die Spannung dar, der Größe, von der der Anschub oder die Kraft direkt abhängt, der das Elektron in einem Stromkreis unterworfen ist.
Der schottische Ingenieur James Watt (1736-1819) war der Erfinder der Kondensator-Dampfmaschine, der verbesserten Version des Dampfmotors. Das Watt ist die Maßeinheit der Leistung, das heißt, die Einheit, die zum Messen der in einer Sekunde gelieferten elektrische Energie dient. Ein Mikrowellenherd verbraucht im Mittel 800 W und eine typische Glühlampe zwischen 40 und 100 W. Da die Leistung gleichzeitig das Produkt von Spannung und Stromstärke ist, ist also 1 W = 1 V * 1 A. Die Rechnungen des Elektrizitätswerks geben einen Energieverbrauch in Kilowattstunden (kWh) an. 1 kWh ist der Energieverbrauch eines elektrischen Geräts mit einer Leistung von 1000 W, das eine Stunde lang betrieben wurde.