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Homepage > Dokumentation > Naturwissenschaften > Elektrizität > Weitere Informationen > Vorstellungen
| Autor: | |
| Publikation: | 1.4.1997 |
| Herkunft: | La main à la pâte, Paris |
Elektrizität ist eine Bewegung von Elektronen.
Nicht immer; diese Aussage stimmt nur bei Metallen. Aber Metalle sind nicht die einzigen Leiter. Man kann auch einen elektrischen Strom durch eine leitende Lösung schicken. Zum Beispiel wird die Elektrizität innerhalb einer Batterie oder eines Akkus durch geladene Atome oder Moleküle (die Ionen) transportiert. Das ist auch bei den Strömen der Fall, die durch die Erde, die Ozeane oder Ihren Körper laufen. So wird der elektrische Strom in Ihrem Gehirn, in Ihren Nerven durch Kalium- und Natriumatome transportiert (Quelle: "Electricity Misconceptions").
Die Elektronen, die in einen elektrischen Stromkreis fließen, werden von der Spannungsquelle geliefert.
Nein, der Strom, der in einem normalen elektrischen Stromkreis fließt, ist ein Elektronenstrom, aber diese Elektronen werden nicht von der Spannungsquelle geliefert. Sie stammen größtenteils von den (Kupfer-) Atomen der Leitungsdrähte. Diese Elektronen waren bereits im Draht, bevor dieser an die Spannungsquelle angeschlossen wurde. Die Spannungsquelle erzeugt keine Elektronen, sondern erzwingt nur, dass sich die bereits im Draht vorhandenen Elektronen durch den Stromkreis bewegen. In einem Stromkreis bewegen sich die Elektronen wie ein zusammenhängender Körper, ein wenig wie ein Antriebsriemen, der sich um zwei Riemenscheiben dreht (oder die Waggons einer Eisenbahn). Die Spannungsquelle tut nichts anderes, als den Riemen zu bewegen; sie stellt ihn nicht her. Wenn eine Spannungsquelle ausgeschaltet oder ein Stromkreis geöffnet wird, bleiben die Elektronen an der Stelle stehen, wo sie sich gerade befinden. (Quelle: "Electricity Misconceptions" ).
Es ist gefährlicher für den menschlichen Körper, für eine sehr kurze Zeit von einem Strom großer Stärke durchflossen zu werden als von einem schwächeren Strom über eine längere Zeit.
Nicht unbedingt; ein Strom muss nicht ungefährlich sein, nur weil er eine geringe Stärke hat. Ein elektrischer Strom von 0,025 A, der einen menschlichen Körper 30 Sekunden lang durchfließt, kann in bestimmten Fällen zum Tod führen. Um Ihnen eine Vorstellung von den Gefahren zu geben, denen wir ausgesetzt sind, müssen Sie wissen, dass ein Körper, der mit 230 V in Berührung kommt, von einem Strom von 0,25 A durchflossen wird. Bei Wechselstrom ist die Sicherheitsspannung auf 50 V unter normalen Bedingungen und auf 25 V in feuchten Räumen festgelegt. Unterhalb dieser Spannung nimmt man an, dass die Elektrizität dem Benutzer nicht schaden kann.
In einem elektrischen Stromkreis fließen die Elektronen mit Lichtgeschwindigkeit.
Nein. In Metallen besteht der Strom aus der Bewegung von elektrischen Ladungen (den Elektronen). Aber diese Elektronen bewegen sich sehr langsam; ihre Geschwindigkeit liegt bei 60 cm pro Stunde. Dennoch brauchen Sie beim Aus- oder Einschalten des Lichts nicht ewig zu warten – aber wie ist das möglich? Auch wenn sich die Elektronen langsam bewegen, so pflanzt sich doch die Energie sehr schnell fort. Wenn die Elektronen in ein Ende des Drahtes "gepumpt" werden, so ziehen sie in ihrer Bewegung die anderen Elektronen mit. Die Energie überträgt sich also sofort auf den Rest des Stromkreises. Stellen Sie sich zum Verständnis ein großes Holzrad vor. Wenn Sie es drehen, bewegt sich das gesamte Rad. Die Energie, die Sie aufgewandt haben, wird sogleich auf den gesamten Umfang des Rads übertragen, und dennoch haben sich das Rad und daher seine Atome vergleichsweise sehr wenig bewegt.
Das vom Glühwürmchen ausgesandte Licht ist ein elektrisches Phänomen.
Nein, das Glühwürmchen besitzt weder Glühlampe noch Batterie, sondern ein Leuchtorgan, das an seinem Bauch sitzt. Dieses Organ enthält ein Enzym: die Luciferase, die eine chemische Reaktion auslöst, die zum Aussenden von Licht führt. Dieses Leuchten beobachtet man manchmal bei Anbruch der Nacht. Neuere Forschungsergebnisse haben gezeigt, dass bestimmte Glühwürmchen diese Leuchtfähigkeit benutzen, um ihre Fressfeinde vor ihrem bitteren Geschmack zu warnen. In Südostasien bedienen sich die männlichen Glühwürmchen ihres kleinen Lichts, um Weibchen aus der Nachbarschaft anzulocken. Eine leuchtende List.