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Homepage > Aktivitäten > Humanbiologie > Die fünf Sinne > Die sensorischen Fähigkeiten

Die sensorischen Fähigkeiten

Autor/inn/en: Catherine Tardieu mit Unterstützung von Christian Blanchard
Publikation: 1.1.1997
Lernstufe: 2
Übersicht: Wie informieren uns unsere Sinne über die Nahrungsmittel, die wir zu uns nehmen? Durch die fünf Sinne (Seh-, Geruchs-, Tast-, Geschmacks- und Gehörsinn) erkennen wir unsere Nahrung. Unsere Sinnesorgane (Auge, Nase, Haut, Zunge, Ohr) reagieren auf chemische und physikalische Reize auf (Farbe, Geruch, ...).
Ziele: Nutzung seiner Sinne zur Erkennung verschiedener Nahrungsmittel. Fähig sein, Informationen weiterzugeben unter Verwendung eines präzisen Wort­schatzes.
Dauer: Nicht festgelegt, hängt vom Interesse der Kinder ab.
Material:
  • kleine Gläser oder Pappbecher mit verschiedenen Lebensmitteln,
  • undurchsichtiges Papier, um den Inhalt einiger Gläser zu verdecken.
Herkunft: La main à la pâte, Paris
Bewertung:
(noch keine Bewertung)

Pädagogischer Herangehensweise

Ausgangssituation

Von den Schülern geäußerte Vermutungen

Man kann es erkennen durch Sehen, Riechen, Schütteln (wenn das Produkt nicht sichtbar ist).

Versuche

Die Schüler versuchen zunächst ein von der Lehrerin vorgeschlagenes Produkt zu erkennen.

Beispiele für Versuchsreihen:

Die Kinder werden aufgefordert, aus jeder Reihe ein bestimmtes Produkt heraus­zugreifen. Beispiel:

Es wäre gut, das Kind jedes Mal zu fragen, ob es sich sicher ist, dass es nach dem richtigen gegriffen hat. Dazu kann es Versuche durchführen, die ihm nütz­lich erscheinen: betrachten, riechen, berühren, schütteln, hören, kosten, ...

Die vom Kind gewählte Strategie deutlich machen: "Um herauszufinden, wel­ches das Öl war, habe ich zuerst genau hingesehen, dann gerochen und an­schließend angefasst, ..." Man wird die Kinder darauf aufmerksam machen, dass oft mehrere Informationen nötig sind, um ein Produkt zu erkennen.

Anmerkung: Im Zusammenhang mit dem Schmecken werden einige Vorsichts­maßnahmen vermittelt (ungenießbare Produkte). Es sollten nur essbare und ungefährliche Produkte angeboten werden.

Feststellung

Man kann etwas mit den Augen, den Ohren, der Nase, der Zunge, der Haut erkennen. Meist geben uns die Augen zuerst Auskunft, aber sie können uns auch manchmal täuschen.

Arbeitsorganisation in der Klasse

Die Schüler testen einzeln den Inhalt jedes Glases und diskutieren darüber anschließend in kleinen Gruppen.

Anmerkung der Lehrerin

Einfach umzusetzende Unterrichtseinheit. Mögliche Umsetzung: Lernateliers zum Thema Geschmack, Geruch und Hören führen zu verfeinerten Sinneswahr­nehmungen, die mit einem spezifischen Vokabular verbunden werden.

Reaktionen

15.3.2001: Reaktion von Bertrand Mouthon, Lehrer

Wenn man die Lebensmittel in verschiedene Gruppen unterteilt, kann man daraus ein Lottospiel anfertigen.
Material: 4 Spielbretter mit jeweils 6 Feldern (Gruppe 1 bis Gruppe 6); 24 Kar­ten, auf denen die Lebensmittel abgebildet sind (aus [Werbe-]Zeitschriften aus­geschnittene Fotos), vier für jede Lebensmittelgruppe.
Dieses Spiel funktioniert wie das Lottospiel: Die Kinder ziehen nacheinander eine Karte und legen sie auf das entsprechende Feld des Brettes. Sieger ist das Kind, das als Erstes jeder Gruppe ein Lebensmittel zuordnen konnte (und fertig ist das Menü). Das Spiel könnte von den Schülern selbst angefertigt werden.

5.4.2001: Reaktion von Sophie Mathieu, Lehrerin

Wir behandeln das Thema der fünf Sinne ebenfalls mit zwei Vorschulklassen. Jede Woche teilen wir die Schüler in Gruppen auf, 8 pro Erwachsenen. Nachstehend ein Beispiel für eine Aktivität zum Hörsinn:
Die Schüler setzen sich auf die im Kreis aufgestellten Stühle. Vor jedem Stuhl steht eine verschlossene, undurchsichtige Dose (etwa eine Milchpulverdose in Geschenkpapier verpackt). Äußerlich sind alle Büchsen gleich, nur ihr Inhalt variiert (Reis, Nudeln, Patronen, Linsen, Wasser, Schwämme, ...). Jede Dose hat einen Zwilling, d. h. eine Dose, die genau das Gleiche in der gleichen Men­ge enthält.
1. Die Kinder schütteln nacheinander ihre Dosen und lauschen. Schnell gibt es die ersten Vermutungen, manche Kinder bemerken bereits, dass manche Ge­räusche sich wiederholen.
2. Suche nach den Zwillingsdosen.
3. Sie öffnen sie nacheinander.
4. Die Dosen werden eingesammelt und erneut verteilt, wobei die Anzahl der ins Spiel gebrachten Dosen ungerade ist, es muss also der Eindringling ermit­telt werden. Hier kann es, je nach dem Niveau der Schüler, interessant sein, eher mit Dosen zu arbeiten, die ähnliche Geräusche erzeugen (Reis, Nudeln, Linsen).
5. Die Dosen werden erneut gemischt und die Schüler müssen den Inhalt nach dem erzeugten Geräusch ermitteln.

Die Spiele können so immer weiter variiert werden. Die Kinder lieben diese Art von Aktivitäten. Sie können mit den Dosen auch Musik machen, indem sie sie als Tamburin oder als Maracas benutzen.
Im Sinne von La main à la pâte beenden wir jede Unterrichtsstunde zu den fünf Sinnen mit einer Zusammenfassung. Die Kinder erzählen den anderen Gruppen, warum sie die Aktivität mochten oder nicht, ob ihnen die Aktivität schwierig erschien usw.

21.10.2001 Reaktion von Liliane Benoit-Napoli, Lehrerin

Vielen Dank für Ihre Unterrichtseinheit. Ich habe lieber mit Viererguppen gear­beitet; sie haben gut mitgemacht. Man muss die Behälter vorher vorbereiten; ich habe Plastik- und Pappbecher verwendet. Unter dem Becher habe ich auf einem Etikett die Antwort notiert.

Ergebnisse in Tabellenform

Gruppe 1: Durch Schmecken mit verbundenen Augen
Schüler 1, 2, 3, 4. Ja/Nein-Antworten.

Gruppe 2: Mit geöffneten Augen, ohne zu Schmecken
Schüler 1, 2, 3, 4. Ja/Nein-Antworten.

Gruppe 3: Mit geöffneten Augen und durch Schmecken
Schüler 1, 2, 3, 4. Ja/Nein-Antworten.

Gruppe 4: Das benannte Lebensmittel herausgreifen, ohne es zu schmecken; es anschließend schmecken.
Schüler 1, 2, 3, 4. Ja/Nein-Antworten.

Gruppe 5: Die Lebensmittel nach ihrem Geschmack sortieren: süß/salzig/sauer
Schüler 1, 2, 3, 4. Ja/Nein-Antworten.

Letzte Aktualisierung: 14.4.2015

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