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Homepage > Aktivitäten > Materie und Stoffe > Luft > Nachweis von Luft
| Autor/inn/en: | Diese Unterrichtseinheit wurde von Referendar/inn/en des IUFM (Universitäres Lehrerausbildungsinstitut) in Valence ausgearbeitet. |
| Publikation: | 1.1.1997 |
| Lernstufe: | 2 |
| Übersicht: | Die Schüler/innen versuchen, die Existenz von Luft nachzuweisen. Die vorgeschlagene Arbeit ist sehr umfassend im Hinblick auf die experimentelle Vorgehensweise: Die Schüler/innen werden nicht nur dahingeführt, Versuche durchzuführen und zusammenfassende Schemata zu erstellen, sondern auch dahin, die Arbeiten ihrer Klassenkamerad/inn/en zu analysieren, sich mit ihnen auszutauschen (Irrtümer, Auslassungen usw. zu erkennen) und anschließend neue Schemata zu erarbeiten. |
| Angestrebte Kenntnisse: | Die Welt der Materie (die Existenz von Luft) |
| Dauer: | 5 Unterrichtsstunden à ca. 1 Stunde. Dabei arbeiten die Schüler/innen entweder einzeln oder in Dreiergruppen. |
| Herkunft: | La main à la pâte, Paris |
Die/der Lehrende schlägt einen Versuch vor und führt ihn durch.
Sie/er nimmt ein Glas und stopft ein Papiertaschentuch hinein, dreht es um,
vergewissert sich dabei, dass das Taschentuch gut festsitzt und taucht es
dann sehr langsam unter, indem sie/er es senkrecht hält, bis es auf dem
Grund ist. Das Taschentuch ist trocken geblieben.
Fragen an die Schüler/innen: "Was ist passiert? Warum ist das Taschentuch
trocken?"
Anweisung: Die Kinder antworten schriftlich in kleinen Gruppen.
Folgende Antworten sind zu erwarten:
Die Kinder tauschen ihre ersten Beobachtungen und Fragen aus.
Dabei können die Vorstellungen der Schüler/innen einander gegenübergestellt
werden.
Anweisung: "Ihr führt diesen Versuch gemeinsam durch. Anschließend fertigt
jeder eine Zeichnung, ein Schema an und notiert seine Beobachtungen und
Erklärungen."
Der Versuch wird von jeder Gruppe durchgeführt.
Meistens sehen die Zeichnungen der Kinder folgendermaßen aus:
Zurückkommen auf den Versuch und die vorgeschlagenen Erklärungen (sich auf die
Arbeiten der Schüler/innen stützen, die an die Tafel gehängt wurden).
Anweisung: Die Kinder sollen sich schriftlich überlegen, durch welchen Versuch
das Wasser in das Glas gebracht werden kann.
Die/der Lehrende muss neutral bleiben.
Gruppenarbeit.
In der Vorschule und in der ersten Klasse machen die Kinder ihre Vorschläge
mündlich und die/der Lehrende schreibt sie an die Tafel.
Aushängen und Vorstellung der vorgeschlagenen Schemata und Anordnungen:
Bildunterschriften:
- oben links: "Man legt das Taschentuch auf den Boden des Glases, man dreht
das Glas ein wenig um":
- unten links: "Man muss das Glas schnell ins Wasser eintauchen und man muss
es schnell wieder herausnehmen! Und schnell...":
- unten rechts: "Im Becher ist ein Loch und das Taschentuch ist nass."
Die Arbeiten während der Versuchsphase ausgehängt lassen.
In diesem Stadium der wissenschaftlichen Vorgehensweise ist es wichtig,
dass die/der Lehrende neutral bleibt und den Kindern die Möglichkeit lässt,
alle Anordnungen auszuprobieren.
Anweisung: "Ihr experimentiert, versucht, und ändert falls nötig euer Schema, eure Zeichnung. Wenn ihr die Anordnung ändert, zeichnet ihr die neue Anordnung."
Jede Gruppe stellt ihre Arbeit vor.
Hilfestellung der/des Lehrenden, um die gemeinsame Auswertung zu erleichtern:
Anweisung: "Macht eine Zeichnung/ein Schema der Anordnung, die eurer Meinung nach funktioniert."
Jede/r Schüler/in erhält eine Fotokopie der vier von der/dem Lehrenden ausgewählten Schemata, die die häufigsten Fehler enthalten:
Folgende Fehler kommen vor:
Anweisung: "Ihr müsst die Fehler in den Zeichnungen verbessern. Ihr könnt die Unterlagen benutzen, die hinten in der Klasse ausgelegt sind."
Dieselbe Anweisung wie eben, aber dieses Mal in Gruppenarbeit.
Klärende Diskussion, um die häufigsten Fehler zu verbessern (1, 2, 3, 4, 8)
Individuelles Protokoll.
Anweisung: "Ausgehend von den Bemerkungen, die gerade gemacht wurden,
fertigt ihr ein neues Schema des Versuchs an."
Da wir in der letzten Stunde den Wasserstand im untergetauchten Glas nicht bestimmen konnten, müssen wir jetzt eine Möglichkeit finden, um diesen sichtbar zu machen.
Anweisung: "Wie kann man den Wasserstand im Glas erkennen?"
Die Antworten der Klasse werden an die Tafel geschrieben:
Die/der Lehrende zeichnet folgendes Schema an die Tafel:
Die Kinder malen dieses Schema ab und müssen den Wasserstand in der Flasche
einzeichnen.
Versuch mit einem Schwimmer oder mit gefärbtem Wasser.
Jedes Kind malt ein endgültiges Schema und gibt eine Erklärung.
Das Wasser nimmt den Platz der Luft ein.
Die/der Lehrende schlägt folgenden Versuch vor und führt ihn durch.
Anweisung: "Ihr führt diesen Versuch durch. Anschließend zeichnet jeder ein Schema der Anfangs- und der Endsituation und schreibt dazu seine Erklärungen auf."
Die/der Lehrende schlägt folgenden Versuch vor und führt ihn durch.
Anweisung: "Ihr führt diesen Versuch durch. Anschließend zeichnet jeder ein
Schema der Anfangs- und Endsituation und schreibt dazu seine Erklärungen auf."
Tipp: Die Flasche ganz voll machen und schnell umdrehen.
An dieser Stelle kann man schließen, dass das Wasser den Platz der Luft einnimmt und die Luft die Stelle des Wassers.
Folgende Personen haben an der Ausarbeitung dieser Unterrichtseinheit
mitgearbeitet:
Claudine Amaudry, Geneviève Bonnaud, Didier Cerdan, Marie-Claude D'Agostino,
Denise Desfonds, Marie-Thérèse Didier, Marie-Odile Fromherz, Jean-Claude Gay,
Nadine Laurent, Marc Perrot, Patrick Ranc, Nicole Veyrun, Frau Savouret.