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Homepage > Aktivitäten > Ökologie > Ökosysteme > Wie zersetzen sich Blätter?

Wie zersetzen sich Blätter?

Autor/inn/en:
Publikation: 1.1.2001
Lernstufen: 23
Übersicht: Zusammenfassung der Beiträge aus der Mailingliste zum Thema "Wie kann man in der Schule die Zersetzung von Blättern untersuchen"
Herkunft: La main à la pâte, Paris

"Wie zersetzen sich Blätter?" Nach mehreren Unterrichtsstunden über den Wald und einigen Unterrichtsstunden zum Thema "Veränderungen" fragen sich die Schüler/innen einer 4./5. Klasse, was aus toten Blättern wird.

Es wurden mehrere Hypothesen aufgestellt, weshalb Blätter verschwinden. Hier eine Zusammenfassung:

Für die Lehrerin stellen sich zwei Fragen:

Ein weiterer Lehrer, der große Erfahrung mit der La main à la pâte-Methode hat, liefert gewissermaßen die Synthese zu diesem Thema: "Wir haben eine Reihe von Versuchen durchgeführt, um durch die Veränderung von Parametern bestimmte Hypothesen zu überprüfen: Temperatur, Feuchtigkeit, Schatten, Mischverhältnis, Kompaktheit usw. Wir haben zahlreiche Waldexkursionen gemacht und allmählich gelernt, "Beobachtungsschnitte" anzulegen: ein sauberer Spatenstich, um zu sehen, was unter der sichtbaren Laubschicht war, ohne sie durcheinanderzubringen (das kostet viel Zeit und zahlreiche Fehlversuche durch ungeduldige und/oder ungeschickte Hände). Ich erinnere mich, dass die Überlagerung der verschiedenen Schichten schnell erkannt wurde, aber dass es lange dauerte, bis der Zusammenhang mit der "Geschichte" des Pflanzenbodens verstanden wurde (die Vorstellung, dass die Blätter in den Boden eindringen, hält sich sehr hartnäckig)."

Zurück zu den von der Lehrerin genannten Hypothesen der Kinder. Man kann die Kinder dazu bringen, ihre Überlegungen etwas zu vertiefen.

Der/die Lehrer/in muss darauf achten, dass er/sie die Kinder nicht zu früh auf die Bodenzersetzer lenkt; die Kinder kennen einige von ihnen, wissen aber so gut wie nichts über ihre Rolle. Wenn die Existenz von Tieren entdeckt wird (sicher zufällig in einem Gefäß oder Vivarium in der Schule), wird eine neue Vorstellung auftauchen: "Diese Tiere können das nicht fressen, denn das schmeckt nicht gut." Nachdem man nun die anfänglichen Vorstellungen kennt, muss man die Fragestellung(en) entwickeln. Die Fragen der/des Lehrenden können anregend sein. Aber die Kinder stellen sehr schnell von sich aus Fragen, weil sie neugierig werden angesichts der Widersprüche zwischen den Hypothesen, die durch die neuen Fragestellungen hervorgebracht werden. Das Schwierigste für den/die Lehrer/in ist es, bestimmte Hypothesen und Formulierungen zu akzeptieren und die Abwechslung zwischen Teilnahmslosigkeit und Momente des Übersprudelns im Griff zu haben. Es ist auch schwierig, den Gedankengängen der Kinder zu folgen und zu erkennen, was sie gelernt haben, umso mehr, da dies bei jedem Kind anders ist. Durch die Auseinandersetzungen mit den möglichen/wahrscheinlichen Ergebnissen der Untersuchungen werden sich die Vorstellungen allmählich weiterentwickeln, und es werden neue entstehen, die sich den anerkannten Vorstellungen annähern.

Hier geht es nicht um das endgültige Wissen, selbst wenn dieses stets ein anzustrebendes Ziel bleibt: Es geht um die Vorgehensweise – die grundlegend ist bei La main à la pâte –, mit der die Kinder versuchen zu verstehen. Man wird sich auch mit unsichtbaren oder quasi unsichtbaren Lebewesen befassen, aber ganz langsam, um keine Vorstellungen aufkommen zu lassen, die zu weit von der Realität entfernt sind.

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