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Homepage > Aktivitäten > Biologie > Pflanzen > Wachstumsbedingungen von Pflanzen > Der Wasserkreislauf der Pflanzen
| Autor/inn/en: | |
| Publikation: | 1.1.1997 |
| Übersicht: |
Experiment zur Beantwortung der Frage "Trinkt eine Blume?" Eine Unterrichtsstunde à 45 Minuten für die Vorbereitung, gefolgt von drei Unterrichtsstunden für Beobachtung, Diskussion und Notizen, plus einige Stunden nach der Durchführung des Versuchs, am nächsten und am übernächsten Tag. |
| Ziele: |
|
| Angestrebte Kenntnisse: | Belebte Natur, Lebenserscheinungen bei Pflanzen |
| Dauer: | 4 Unterrichtsstunden |
| Herkunft: | La main à la pâte, Paris |
Die Pflanze saugt mit den Wurzeln das Wasser aus dem Boden, um damit der Erde die Nährstoffe, die zu den verschiedenen Pflanzenteilen transportiert werden, zu entziehen. Das Wasser ist die einzige Quelle von Wasserstoff, der für den Mechanismus der Photosynthese benötigt wird.
Kreislauf
Ein Kind hat einen Blumenstrauß mitgebracht, der in eine Vase gestellt wurde. Nach einigen Tagen stellen die Kinder fest, dass das Wasser in der Vase weniger geworden ist.
Wenn man sagt, dass eine Blume Wasser trinkt, sieht man das Wasser nicht, weil es durchsichtig ist. Man muss das Wasser färben, um zu sehen, ob es in die Pflanze geht und sie färbt.
"Um besser sehen zu können, muss man eine weiße Blume nehmen."
Die weiße Nelke wird in eine Vase gestellt, deren Wasser mit blauer
Tinte gefärbt wurde. Damit das Wasser nicht verdunstet, wird der Hals der
Vase mit Knetmasse
abgedichtet.
Ein Gummiband wird über die Vase gestülpt, um den Wasserstand zu
markieren.
Nach einigen Tagen stellen die Kinder fest, dass:
Die Schüler/innen werden in Vierergruppen aufgeteilt.
Jede Gruppe hat 4 weiße Blumen, eine Vase und gefärbtes Wasser.
Die Schüler/innen zeichnen den Verlauf des Versuchs und die anfängliche Wasserhöhe in der Vase. Nach jeder Beobachtung zeichnen sie die Wasserhöhe und die Farbe der Blumen in ihr Heft. Sie zeichnen ihre Beobachtungen, den Weg des Wassers in der Pflanze und die Schlussfolgerungen der gesamten Klasse.
Die Schüler/innen können ihr Versuchsprotokoll frei erstellen. In
dieser selbständigen Phase kann eingeschätzt werden, ob sie das
Phänomen der Wasserverdunstung kennen und daran denken, die Vase
abzudichten, um eine direkte Verdunstung des Wassers zu verhindern.
Die Schüler/innen werden gefragt, was aus dem von den Pflanzen
aufgenommenen Wasser wird.
Damit der Versuch gelingt, ist es unbedingt erforderlich, frisch geschnittene Blumen zu verwenden.
Um falsche Vorstellungen zu vermeiden (siehe Reaktionen unten), muss dieser Unterrichtseinheit eine Unterrichtseinheit folgen, die das Phänomen der Transpiration der Pflanzen aufzeigt (indem z.B. eine Pflanze in eine durchsichtige Plastiktüte eingewickelt wird). Diese Unterrichtseinheit kann ihrerseits durch einen Vergleich zwischen zwei Pflanzengruppen ergänzt werden: Eine Gruppe von Pflanzen, die gegossen werden, und eine Gruppe von Pflanzen, die nicht gegossen werden. Damit kann der Wasserbedarf von Pflanzen untersucht werden.
15.09.98: Jean-François-Castell, Wissenschaftler:
Ich habe den genannten Versuch (Absorption von gefärbtem Wasser durch Schnittblumen) mit meinem Sohn (10 Jahre) getestet und wir sind zu der Schlussfolgerung gekommen, dass wir mit diesem Versuch nicht erfahren, wo das Wasser hingeht. Mein Sohn hat richtig festgestellt, dass der Wasserstand sinkt und dass die Tinte durch die Leitbahnen der Blumen aufsteigt. Für ihn ist es also plausibel, dass die Blumen das Wasser aufgenommen haben, aber in diesem Fall hätte sich ihr Volumen deutlich verändern müssen.
Seine Folgerung ist also: Wo ist das Wasser hingekommen? Ich habe beschlossen das Spiel mitzuspielen, und wir haben den Versuch fortgesetzt (ich habe mich darauf beschränkt, ihm bei der Formulierung seiner Hypothesen zu helfen und ihm bei den etwas schwierigeren Schritten, wie dem Wiegen, der Fotometrie, der Beobachtung der quantitativen Veränderungen des Pflanzengewebes und der Verdunstung, zur Hand zu gehen, um am Ende zu einer nicht allzu falschen Vorstellung der Mechanismen des Wasserkreislaufs der Pflanzen zu kommen. All das, um Sie vor einer "etwas unangenehmen" Schlussfolgerung zu diesem Versuch zu warnen: Wenn Sie nicht aufzeigen, wo das aufgenommene und verdunstete Wasser geblieben ist, halten Sie die Idee aufrecht, dass es in der Pflanze eingelagert ist. Mit anderen Worten, selbst wenn eine Grünpflanze pro Woche 1 Liter Wasser aufnimmt, nimmt ihre Masse in derselben Zeit nicht um ein Kilo zu.
09.05.2000 Philippe Caillaud, Ausbilder am IUFM (Pädagogische Hochschule) von Aquitaine:
Dieser Versuch ist in mehrfacher Hinsicht interessant, insbesondere, um sich neue Fragen zu stellen. Ich möchte jedoch vor allem über die Grenzen dieses Protokolls sprechen.