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Homepage > Aktivitäten > Humanbiologie > Die fünf Sinne > Die Welt, meine Sinne und ich

Die Welt, meine Sinne und ich – für die 3 bis 4-Jährigen

Publikation: 1.5.2005
Lernstufe: 1
Ziele:
  • Sensorielle Erkundung der ertastabaren, der Geschmacks-, der Geruchs- und der visuellen Eigenschaften von Gegenständen
  • Materie: zerschneiden, zerstückeln, mischen, umwandeln
  • Formen und Größen, Menge und Anzahl: sortieren, vergleichen, zählen, kleine Sammlungen anlegen
Angestrebte Kenntnisse:
  • Sensorielle Erkundung
  • Erkundung der Welt der Materie
  • Erkundung von Formen und Größen
  • Erste Annäherung an Mengen und Zahlen
Dauer: 4 Unterrichtsstunden
Herkunft: La main à la pâte, Paris
Bewertung:
(noch keine Bewertung)

Die Vorschule bietet vielseitige Gelegenheiten, die Welt aktiv zu entdecken und das Entdeckte darzustellen. Sie kann auf "erlebte" Erfahrungen zurückgreifen und fördert dadurch zwangsläufig die sensorielle Erkundung der Umgebung. Diese Art der Welterkundung ist der Leitfaden dieser Unterrichtseinheit.
Ausgehend von individuellen Wahrnehmungen, sollen:
- die Sinne aktiviert werden,
- die Informationen rationeller verarbeitet werden,
- Darstellungen der wahrgenommenen realen Welt erarbeitet werden.

Ein Korb mit Früchten dient zur Untersuchung der Sinne. Die Kinder werden zunächst aufgefordert, eine erste Analyse ihrer Umgebung zu machen, indem sie ihre Wahrnehmungen sortieren. Sie erkennen die Früchte mit ihren Sinnen. Indem man ihnen dabei hilft, die verschiedenen Früchte besser kennenzulernen, erweitert und entwickelt man ihre sinnlichen Fähigkeiten. Man ermöglicht ihnen, mit Hilfe der Sinne verschiedene reale Dinge voneinander zu unterscheiden, diese zu klassifizieren oder zu ordnen, und sie mit Hilfe der Sprache zu beschreiben.
Der/die Erzieher/in schafft Lernsituationen und -umgebungen für eine sensorielle Erkundung, in denen sich die Kinder Methoden aneignen, um zu analysieren, zu klassifizieren und zu vergleichen.
Die fortlaufenden Unterrichtsstunden fördern in jedem Kind die Entwicklung der Aufmerksamkeit, der Willensstärke, der Geduld und der Ausdauer.
Letztendlich führt jede dieser erlebten Lernsituationen zu sprachlichen und naturwissenschaftlichen Lernvorgängen und erweitert sowohl die erworbenen Kenntnisse als auch den Horizont der Empfindungen.

Abb. 1: Früchtekorb

Gestaltung der Unterrichtseinheit

Stellung in den [französischen] Lehrplänen

Den Sinneserfahrungen für die Erkundung der Umgebung kommt in der Vorschule und in den ersten Grundschulklassen (1. bis 3. Klasse, Erwerb von Grundkenntnissen) eine große Bedeutung zu. Die vorgeschlagenen Tätigkeiten sollen den Kindern helfen, ihre sensoriellen Fähigkeiten zu entwickeln und zu erweitern und diese zur Unterscheidung, Ordnung und sprachlichen Bestimmung unterschiedlicher Dinge und Gegebenheiten zu nutzen.

Auszüge aus dem Vorschulprogramm


  [D]

Folgende Kenntnisse und Kompetenzen sollten im Laufe der Unterrichtseinheit erworben werden:
- Den eigenen Wortschatz erweitern.
- Die Früchte anhand von mit den Sinnen verknüpften Kriterien erkennen (Farbe, Form, Größe, Geschmack...), sie benennen, beschreiben, vergleichen und sortieren können.
- Die jeweiligen Sinneswahrnehmungen mit den entsprechenden Sinnesorganen verbinden.
- Sammlungen anlegen und vergleichen, mit oder ohne numerische Verfahren.

Praktische Voraussetzungen

Möglicher Ablauf der Unterrichtseinheit

In dieser Unterrichtseinheit für die 3- bis 4-Jährigen werden die Sinne anhand eines Früchtekorbs untersucht. Sie sollte sich über einen Zeitraum von ca. 6 bis 8 Wochen erstrecken, wobei die Jahreszeit beliebig gewählt werden kann; der/die Erzieher/in passt die Obstauswahl einfach der Jahreszeit an. Die Früchte können entweder von ihm/ihr mitgebracht oder von der gesamten Klasse bei einem gemeinsamen Marktbesuch eingekauft werden (am Ende des Schuljahres, wenn die Kinder über größere Kompetenzen verfügen, kann eine kleine "Umfrage" bzw. ein kleines "Interview" mit dem/der Obstverkäufer/in stattfinden; die Kinder stellen ihm/ihr Fragen – die gemeinsam mit dem/der Erzieher/in vorbereitet wurden – über seinen/ihren Beruf, das Obst und dessen Herkunft).
Die Zeiten, in denen die gesamte Klasse zusammenarbeitet, wechseln sich im Laufe dieser Aktivität mit Zeiten ab, in denen individuell bzw. in kleinen Gruppen (Projektarbeit[1] mit homogenen/heterogenen Gruppen, unter Anleitung/selbständig) gearbeitet wird.
Die Kinder können über die Untersuchung der verschiedenen Früchte ihre sensoriellen Fähigkeiten entwickeln. Sie können die Früchte beobachten, sortieren, durchschneiden, probieren... und schließlich rohes und gekochtes Obst vergleichen. Die Kinder machen sich mit dem Thema vertraut, setzen das in der vorigen Stunde Erlernte erneut ein, strukturieren schrittweise ihre Kenntnisse, ihr Wissen und ihr Know-how.
Es ist wichtig, dass während der gesamten Dauer der Unterrichtseinheit die im Rahmen der Projektarbeit gewonnenen Ergebnisse in Zusammenhang gestellt, und die verwendeten Methoden besprochen werden; dadurch erweitert jedes einzelne Kind seinen Erfahrungsschatz. Das Zusammenführen der gesamten Klasse am Anfang und am Ende einer jeden Unterrichtsstunde dient dazu, das Erlebte in Worte zu fassen, im Gedächtnis zu verankern und die (Er)kenntnisse jeder/jedes Einzelnen zu berücksichtigen. An den Klassenwänden angebrachte Plakate (die im Klassenverbund oder in kleinen Gruppen erstellt wurden) können diese Synthese unterstützen.
Die von den Kindern in der Projektarbeit durchgeführten Untersuchungen können 15 bis 20 Minuten dauern und erlauben es jedem Kind seinem Tempo entsprechend voranzukommen. Werden mehrere Aktivitäten parallel angeboten, können die verschiedenen Stationen über mehrere Tage im Turnus durchlaufen werden. Während es sich anbietet, einen Teil der Projektarbeit zu einem bestimmten Zeitpunkt innerhalb der Unterrichtseinheit durchzuführen, können andere Projekte zu jedem beliebigen Zeitpunkt eingefügt werden: Der pädagogische Ansatz bleibt der gleiche, der/die Erzieher/in verändert lediglich die Anleitung, unter Berücksichtigung der Reihenfolge der untersuchten Themen bzw. der von den Kindern erworbenen Kenntnisse.
Der/die Erzieher/in erklärt vor der versammelten Klasse die Ziele der Projektarbeit und gibt den Kindern genaue Anweisungen. So kann aus einer von einer/einem Erwachsenen angeleiteten Aktivität eine selbständige Tätigkeit der Kinder werden, wenn diese mit den Materialien vertraut gemacht wurden und ausreichende Arbeitsanweisungen erhalten haben. Solche Aktivitäten sind auch dazu geeignet, die frei zugängliche "Experimentierecke" im Klassenraum zu erweitern.

Wortschatzerweiterung

Es ist entscheidend, dass der/die Erzieher/in die Strukturierung der Sprache fördert, indem er/sie tagtäglich den neu erworbenen Wortschatz und die damit verbundenen mentalen Bilder wiederholt.
Er/sie wird weiterhin darauf achten, dass außer Substantiven, mit denen man die Gegenstände dieser Welt "beschildert", auch Verben, die Handlungen beschreiben und Adjektive, die zusätzliche Informationen liefern, verwendet werden.

Substantive Ananas, Apfel, Apfelsine, Avocado, Banane, Birne, Blatt, Frucht, Haut, Herz/Inneres, Kern (Stein), Kerngehäuse, Kiwi, Klementine, Kokosnuss, Korb, Korn, Litchi, Mango, Messer, Obst, Pampelmuse, Saft, Samenkorn, Schale, Scheibe, Stiel, Stück, Traube, Walnuss, Weintrauben, Zitrone...
Verben abwiegen, anfassen, anschauen, beobachten, essen, kochen, kosten, riechen, schälen, schneiden, trinken, wiegen, zeichnen, zuhören...
Adjektive - Farbe: braun, gelb, grün, orange, rot...
- Größe: dick, klein, lang, länglichi...
- Form: oval, rund...
- Geschmack: gut, sauer, süß...
- Beschaffenheit: glatt, hart, weich, stachelig

Das Gefühl für Hygiene, Gesundheit und Sicherheit

Hygiene und Gesundheit

Es sollen hier nur die Textauszüge aus den Vorschulprogrammen in Erinnerung gebracht werden, um deren Wichtigkeit hervorzuheben. "Jeden Tag lernt das Kind, unter Berücksichtigung der jeweiligen kulturellen Gewohnheiten, die Grundregeln der Hygiene zu beachten:
- Körperhygiene: Hände waschen (nach dem Anfassen bestimmter Gegenstände und nach dem Essen);
- Räume: aufräumen, sauber halten;
- Nahrungsmittel: regelmäßige Mahlzeiten, Zusammensetzung der Mahlzeiten (neue Speisen entdecken und ausprobieren...)"[2].

Sicherheit

Die Sicherheitsanforderungen erfordern vom/von der Erzieher/in eine besondere Wachsamkeit; er/sie wird die Kinder auf die in ihrer vertrauten Umgebung auftretenden Risiken hinweisen:
- gefährliche Gegenstände (spitze Messer, Küchengeräte, Heizplatten...);
- giftige oder – bei bestimmten Kindern – allergieauslösende Produkte (Haushaltsprodukte, Arzneimittel...);
- für Menschen ungenießbare Pflanzen (Beeren, Pilze...);
- für den Verzehr ungeeignete Gegenstände (Perlen, Murmeln...);
- Erstickungsgefahr (Körner und Trockenfrüchte, kleine Obstkerne...);
- Unfälle im Haushalt.

Nahrungsmittelsicherheit: richtig handeln

Es ist wichtig, dass Nahrungsmittel in der Schule mit größter Sorgfalt zubereitet und gegessen werden, um unnötige Risiken zu vermeiden:
- Verzehr von Speisen (sich über Nahrungsmittelallergien von Kindern erkundigen, die nicht verzehrten Speisen noch am selben Tag wegwerfen...);
- Transportweg der Speisen bis zur Schule (die Transportdauer verringern, wenn notwendig Kühltaschen benutzen, die Speisen einpacken/einwickeln, um Verunreinigungen zu vermeiden...);
- Auswahl von Zutaten (Verfallsdatum beachten, keine angebrochenen Packungen verwenden...);
- Vorsichtsmaßnahmen bei der Zubereitung (Arbeitstische und Geräte säubern und desinfizieren, Hände waschen...);
- Aufbewahren von Speisen (Nahrungsmittel in Folie einwickeln, kühl stellen...).

"Insbesondere soll die Aufmerksamkeit der Erzieher/innen und Eltern auf sehr schnell verderbliche Speisen gelenkt werden. Diese Speisen sollten unter geeigneten Bedingungen (insbesondere Temperaturbedingungen) hergestellt und gelagert werden... Einige Speisen begünstigen durch ihre Zusammensetzung die Vermehrung von Keimen und sind damit gefährlicher als andere.
Beispiele für zu vermeidende Speisen: sahnehaltige Torten, Kuchen mit Cremefüllung, Schokoladenmousse, mit Schokolade gefüllte Pralinen, "hausgemachte" Mayonnaise (mit rohen Eiern)"[3].

Vorschläge zum Ablauf der Unterrichtseinheit

Unterrichtsstunden Aktivitäten Kenntnisse
Stunde 1 und 2
Lasst uns Früchte entdecken!
Lasst uns Früchte sortieren!
- Früchte entdecken: Früchte benennen, beobachten, vergleichen, sortieren und abbilden - Mit rohem Obst die sensoriellen Fähigkeiten entwickeln
- Früchte erkennen, darstellen, vergleichen, benennen
- den Wortschatz erweitern
- Erkennungsmerkmale ausmachen
Stunde 3
Lasst uns Früchte vergleichen!: ganze/geschnittene Früchte, rohes/gekochtes Obst.
- Früchte schneiden
- Beobachten (Inneres, Kerne, Steine)
- Rohes/gekochtes Obst kosten
- Obst kochen
- Kochutensilien benutzen
- Die durch das Kochen veränderten Früchte beobachten
- Geschmacks- und Geruchseigenschaften des gekochten Obstes entdecken
- Die Welt der Materie erkunden (schneiden, umfüllen, mischen) und Materie verändern (durch Kochen)
- Für die Gefahren der vertrauten Umwelt sensibilisieren (Sicherheitserziehung)
Stunde 4
Was haben wir uns gemerkt?
- Alle zusammen
- In Gruppen
- Jeder für sich
- Sich den Wortschatz aneignen, ihn an geeigneter Stelle wieder verwenden
- Seine Kenntnisse in verschiedenen Bereichen/Situationen – in einem neuen Zusammenhang – einsetzen
Die wichtigsten Einstellungen:
- Etwas hinterfragen
- Zuhören können und, am Ende des Schuljahres, bei der Wortmeldung bestimmte Regeln einhalten
- Bei den Arbeitsanweisungen zuhören
- Die Sicherheitsvorschriften befolgen
- Beobachten
- Erstaunt, neugierig sein
- Sich bei den Forschungsaktivitäten einbringen
- Selbständig experimentieren
- Geduld haben
Die gesprochene Sprache
- Sich an kollektiven Diskussionen beteiligen
- Seinen Wortschatz ausbauen
- Sich die Namen der Früchte merken
- Über das, was man macht, reden
- Ein Erlebnis nacherzählen
- Den Übergang von der Wirklichkeit zur bildlichen Darstellung bewältigen
- Die chronologische Reihenfolge beachten (Kochrezept)
Grafische Aktivitäten und Schriftsprache
- Eine Sammlung von Zeichnungen/Bildern der Früche erstellen
- Früchte darstellen
- Ein Kochrezept ausprobieren

Lasst uns Früchte entdecken!

Mit der gesamten Klasse

Entdeckung des Früchtekorbs

Die Kinder haben sich um den/die Erzieher/in und Mulotte (sprich: Mülott), die Klassenmarionette, versammelt. An diesem Morgen hat Mulotte als Geschenk einen wunderschön verpackten Korb mitgebracht. "Was ist in Mulottes Korb?" Die Kinder entdecken, dass der Korb voller verschiedener Früchte ist: eine Banane, verschiedene Sorten Äpfel und Birnen, eine Ananas, Walnüsse, eine Apfelsine, eine Pampelmuse, eine Zitrone und eine Limette, Klementinen, eine Mango, eine Avocado, verschiedene Sorten Weintrauben, eine Kiwi, eine Kokosnuss!
Jedes Kind wird bei der Betrachtung des Korbes seine Eindrücke und Gefühle wiedergeben. Es ist wichtig, sich die Zeit zu nehmen, um diese ersten Eindrücke und früheren Erfahrungen/Vorkenntnisse zu sammeln und festzuhalten. Nach und nach werden die Kinder aufgefordert, die Früchte zu benennen. Diese Phase ist entscheidend, um feststellen zu können, welche Früchte den Kindern unbekannt sind oder welche sie verwechseln (Mango/Apfel, Mango/Pampelmuse, Avocado/Birne, Klementine/Apfelsine). Der/die Erzieher/in gibt nicht sofort die richtige Antwort, er/sie lässt erstmal die Vorstellungen der Kinder gelten. Zu einem späteren Zeitpunkt wird er/sie auf die sensorielle Untersuchung der unbekannten Früchte zurückkommen, um die Kinder bei einer eingehenderen Beobachtung dieser Früchte mit ihren Verwechslungen zu konfrontieren.

Abb. 2: Sortieren nach "verwandten" Früchten

Sortieren nach "verwandten" Früchten

Es wird an das Ereignis ("Mulottes Geschenk") erinnert und die Entdeckung der Früchte fortgesetzt: Die Kinder legen die Früchte in verschiedene Körbchen, sie sortieren die "Verwandten" und benennen jede "Familie": die Äpfel (verschiedene Farben), die Apfelsinen, die Bananen, die Birnen (verschiedene Sorten)...

Die Früchte probieren

Die gesamte Klasse probiert jetzt einige oder alle Früchte aus dem Korb. In kleineren Gruppen von 5 bis 6 Kindern werden die Früchte nun mit Hilfe einer/eines Erwachsenen zum Verzehr vorbereitet. Das Erforschen des Geschmacks und Geruchs erweitert den Erfahrungsschatz des Kindes, wobei es die frisch erworbene Erfahrung bei der nächsten Frucht gleich wieder investieren kann. Die Kinder probieren jedes Stück nacheinander und teilen ihre Eindrücke mit: süß/sauer, oder, für den Anfang einfacher formuliert, "das piekt oder piekt nicht". Während der gesamten Unterrichtseinheit kann der/die Erzieher/in immer wieder den Geschmackssinn der Kinder "ausbilden", indem er/sie ihnen zum Beispiel vorschlägt, jeden Tag eine andere Frucht zu essen.

Projektarbeit

Bildliche Darstellung der Früchte im Korb

Die von Mulotte mitgebrachten Früchte im Korb zeichnen (selbständiges Arbeiten).

Bildende Kunst: Früchteabdrücke

Früchte in (ziemlich flüssige) Malfarbe tunken und danach auf einem Blatt Papier rollen, um einen Abdruck der Obstschale zu erhalten und sich die unterschielichen Oberflächen bewusst zu machen; diese Arbeit fördert die Entwicklung des Tastsinns (angeleitete Aktivität in Gruppen von vier bis fünf Kindern).

Sprache: Bildersammlung mit Zeichnungen/Bildern von Früchten[4]

Diese Aktivität wird unter Anleitung mit Gruppen von 6 bis 8 Kindern durchgeführt (damit ist gewährleistet, dass auf jedes Kind, seinem sprachlichen Niveau entsprechend eingegangen werden kann) und zieht sich über die gesamte Dauer der Unterrichtseinheit.
Im ersten Teil der Projektarbeit werden die Kinder aufgefordert, die (realen) Früchte mit deren Abbildungen in Verbindung zu bringen. Nach und nach sollte jedes Kind in der Lage sein:
- die von dem/der Betreuer/in genannte Frucht zu erkennen ("Zeige mir die Banane, die Mango...");
- das Bild der von dem/der Betreuer/in genannten Frucht zu erkennen ("Zeige mir jetzt die Karte mit dem Apfel, mit der Birne");
- die von dem/der Betreuer/in gezeigte Frucht zu benennen ("Sage mir, wie diese Frucht heißt?");
- die auf der Karte abgebildete Frucht zu benennen ("Wie heißt die auf dieser Karte abgebildete Frucht?").

Die Bildersammlung kann in Zusammenarbeit mit den Kindern erstellt werden und sollte frei zugänglich sein, zum Beispiel als Plakat an der Wand. Dieses Dokument, das in Augenhöhe der Kinder und/oder und jederzeit erreichbar ist, wird spontane "Diskussionen" und "Kommentare" fördern, ohne dass es dazu einer Aufforderung eines/einer Erwachsenen bedarf.

Abb. 3: Die Bildersammlung

Wissenschaftliche Projektarbeit

Vorbereitung für das Probieren der Früchte

Diese angeleitete Aktivität kann während der gesamten Dauer der Unterrichtseinheit mit Gruppen von 5 bis 6 Kindern durchgeführt werden.
Mit Unterstützung einer/eines Erwachsenen wird der Verzehr von einigen oder allen Früchten aus dem Korb vorbereitet. Es geht dabei um die Entwicklung folgender Kompetenzen:
- motorische Fähigkeiten (schälen/zerkleinern): Die Kinder entdecken verschiedene Küchengeräte und lernen, das für jeden Handgriff (schälen, schneiden, entkernen, entsteinen...) geeignete Werkzeug auszusuchen und zu benutzen. Beim Zerkleinern lernen die Kinder die unterschiedliche Beschaffenheit der Früchte kennen (die Mango ist leichter zu schneiden als der Apfel...);
- soziale Kompetenzen (teilen/auf einem Teller verteilen);
- wissenschaftliche Kompetenzen (sensorielle Entdeckung/Ausbildung des Geschmackssinns).

Mit Früchten "Geräusche" machen

- In selbständiger Arbeit verschiedene Dosen mit Walnüssen füllen und diese "Obstbüchsen" dann schütteln; Vergleich der erzeugten Geräusche.
- Identische Büchsen (aus dem gleichen Material) mit jeweils unterschiedlicher Anzahl von Walnüssen schütteln und "nur mit Hilfe der Ohren" diejenige Büchse ausfindig machen, die die meisten/die wenigsten Nüsse oder nur eine Nuss enthält; danach die Büchse öffnen und die Vermutung überprüfen. (Diese angeleitete Aktivität geht schrittweise in selbständiges Arbeiten über).


Lasst uns Früchte sortieren!

Gemeinsam

Erneute Beobachtung der Früchte mit besonderem Augenmerk auf diejenigen, die häufig verwechselt werden

Anhand der Bildersammlung regt der/die Erzieher/in die Kinder dazu an, ihren neuen Wortschatz anzuwenden und vergewissert sich, dass sie anfangen, sich die Namen der Früchte zu merken und entsprechende mentale Bilder konstruieren. Er/sie kommt auf die in der vorherigen Stunde aufgedeckten Verwechslungen zurück: "Ihr habt den Apfel, die Mango und die Pampelmuse verwechselt! Schaut euch diese Früchte genau an, meint ihr, sie sehen gleich aus? Was ist gleich, was ist anders?". Er/sie kann dann vorschlagen, dass die Kinder zum Beispiel drei als "Apfel" bezeichnete Früchte vergleichen und gibt ihnen damit die Gelegenheit, die Merkmale, die zur Verwechselung der Früchte geführt haben, zu identifizieren und zu benennen.

Abb. 4: "Sind sie hart oder weich?"

Die Früchte werden betrachtet: ihre Farbe, Größe, Struktur, Form, ihr Gewicht, das Vorhandensein/Fehlen eines Stiels... Die Früchte werden beschnuppert: "Riechen sie alle gleich? Welche Frucht riecht stark?". Die Früchte werden angefasst: "Sind sie weich oder hart? Kann ich meinen Finger leicht hineinbohren?".
Diese Beobachtung kann durch den Verzehr der drei Früchte, d.h. durch eine weitere Untersuchung des Geruchs und des Geschmacks ergänzt werden.

Kriterien, nach denen die Früchte sortiert werden sollen

Die Kinder sollen die Kriterien aufzählen, die zur Unterscheidung der Früchte führen: Farbe, Größe (groß, mittelgroß, klein), Form (rund, länglich, dick, klein,...), Geruch (riecht, riecht nicht...), Struktur (weich, glatt, stachelig). Nach dieser gemeinsamen Erkundung werden Zusatzaktivitäten in kleinen Gruppen (wissenschaftliche Projektarbeit) angeboten, unter Berücksichtigung der gerade von den Kindern aufgelisteten Kriterien; dadurch soll den Kindern die Relevanz und Tragweite des gerade Gelernten bewusst gemacht werden.

Synthese der Sortierarbeit

Die Synthese der (mit der gesamten Klasse oder in Gruppenarbeit) während des Sortierens gemachten Untersuchungen kann in einem Plakat zusammenfasst werden, das entweder von der ganzen Klasse oder nur von einer kleinen Gruppe erstellt wird.

Abb. 5: Synthese des Sortiervorgangs nach Größe

Projektarbeit

Sprache

Bildersammlung (Fortsetzung)

Um den Kindern den spezifischen Wortschatz einzuprägen, wird die Arbeit an der Bildersammlung fortgesetzt (angeleitete Aktivität in Gruppen von 6 bis 8 Kindern).

Das Spiel mit dem Früchtekorb[5]

Im ersten Teil der Projektarbeit werden die Kinder aufgefordert, die "Früchtekarten" den Früchten im Korb zuzuordnen. Diese Aktivität wird schrittweise ausgebaut, unter Berücksichtigung des Niveaus der Kinder, der zu erwerbenden Kompetenzen und der von dem/der Betreuer/in gegebenen Anweisungen und Hilfestellungen.
- Früchte erkennen: Frucht anhand einer Abbildung benennen, die entsprechende "Früchtekarte" finden und diese auf den Früchtekorb legen (betreute Aktivität).
- Nach Farben sortieren: Je nach Farbe einer "Bestellkarte" werden die Früchte dieser Farbe bzw. die entsprechenden "Früchtekarten" gesucht und auf den Früchtekorb gelegt (selbständiges Arbeiten).
- Annäherung an Mengen/Zahlen:

Darstellung der Früchte (Zeichnungen)

Diese Aktivität erfolgt unter Anleitung in Gruppen von 6 bis 8 Kindern. Die Früchte sollen gezeichnet werden: Dazu wird zunächst die passende Farbe ausgewählt, dann der Umriss der auf das Blatt Papier gelegten Frucht vorgezeichnet (auf diese Weise werden Größe und Form der Frucht genau wiedergegeben) und schließlich die besonderen Merkmale der Frucht (Stiel, Flecken...) genau beobachtet. Der/die Erzieher/in kann auf den Zeichnungen auch die Kommentare der Kinder notieren ("Das ist der Stiel des Apfels").

Wissenschaftliche Projektarbeit

Angeleitete Aktivität in Gruppen von 6 bis 8 Kindern. Die Größe der Gruppen soll die Diskussionen und den Erfahrungsaustausch zwischen den Kindern fördern und ihnen bei der Verbalisierung der ersten Erklärungen/Begründungen helfen.

Sortieren der Früchte nach Farbe (Sehen)

Die Früchte gleicher Farbe in Gruppen zusammenstellen, anschließend jede Gruppe mit einem Etikett in der entsprechenden Farbe versehen (orange, grün, gelb, braun, rot). Der/die Betreuer/in nutzt diesen Sortiervorgang, um die Kinder nach dem Namen und der Farbe der jeweiligen Frucht zu fragen.

Sortieren der Früchte nach Struktur (Sehen/Tasten)

Die Früchte in die Hand nehmen, sie über die Handfläche und die Wange streichen, um solche "Begriffe" wie pelzig, rauh, stachelig, glatt, usw. besser zu verstehen. Danach werden die Früchte in zwei Kategorien eingeordnet: "glatt" und "nicht glatt", wobei für die jeweilige Kategorie ein Platzhalter verwendet werden kann (z. B. Sandpapier und ein Stück Samt oder Satin).
Ergänzend kann man ein "taktiles Dominospiel" aus Materialien unterschiedlicher Beschaffenheit/Struktur herstellen.

Sortieren der Früchte nach Geruch (Riechen)

Die Früchte sollen nach dem Kriterium "riecht oder riecht nicht?" sortiert werden, und zwar entweder mit "verbundenen Augen" (falls es die Kinder zulassen) oder mit Hilfe von "Geruchsdosen", die aus Schuhkartons mit durchlöchertem Deckel hergestellt wurden. Durch die Löcher kann der Geruch der (ganzen oder geschnittenen) Früchte (oder der Schalen der Zitrusfrüchte) "entweichen", ohne dass man die Früchte(teile) sieht.

  

Abb. 6: Spiel mit dem Früchtekorb
Abb 7: Zeichnen der beobachteten Früchte

Der/die Erzieher/in kann diesen ersten, zum Beispiel beim Probieren der Früchte durchgeführten Sortiervorgang durch Wiederholen vertiefen, damit sich die Kinder den "spezifischen" Geruch bestimmter sehr charakteristischer Früchte (z.B. Apfelsine, Banane, Klementine,...) merken.

Sortieren der Früchte nach Formen (Sehen/Tasten)

Die Form der einzelnen Früchte mit einem kleinen Ball vergleichen: "Rollt die Frucht wie ein Ball oder nicht?". Diese erste Klassifizierung kann durch einen Vergleich mit geometrischen Formen und Volumen erweitert werden.

Sortieren der Früchte nach Größe (Sehen/Tasten)

Die Früchte "von der kleinsten bis zur größten" Frucht sortieren.
Daran anschließend können zum Beispiel Messwerkzeuge zur Messung der Länge (Papierstreifen, Schnur, Lineal...) entdeckt werden.

Sortieren der Früchte nach Gewicht (Sehen/Tasten)

Früchte "von der leichtesten bis zur schwersten" Frucht sortieren.
Hier können die Kinder, zur Bestimmung des Gewichts, mit Waagen (verschiedene Modelle) herumexperimentieren.


Lasst uns Früchte vergleichen!

Gemeinsam

Beobachtung des Inneren der Früchte

"Wir haben die Früchte von außen betrachtet... Lasst uns jetzt schauen, wie all diese Früchte innen aussehen! Was meint ihr, was wir darin sehen werden?"
Die Kinder beschreiben das Innere der ihnen bekannten Früchte und stellen sich das Innere der anderen Früchte vor. Diese werden anschließend aufgeschnitten und die Annahmen überprüft. Die Kinder beobachten das unterschiedliche Aussehen des Inneren der Früchte und formulieren mündlich, was sie sehen, riechen, fühlen (weiches Fruchtfleisch bei Mango und Lichtis, hartes Fruchtfleisch bei Apfel und Kokosnuss, Kernchen, Kerne oder Steine, Filets bei Zitrusfrüchten...). Beim Öffnen der Kokosnuss mit dem (vom/von der Betreuer/in benutzten) Hammer können die Kinder deren Festigkeit testen und die "Kokosmilch" entdecken.

Abb. 8: Das Innere der Kokosnuss

Zurück zum Verzehr der rohen Früchte

Der/die Erzieher/in fährt mit der Arbeit fort, die er/sie im Rahmen der Projekte ("Vorbereitung zum Verzehr der Früchte", betreute Aktivität in Gruppen von 6 bis 8 Kindern) und während des gemeinsamen Probierens der Früchte (angeleitete Aktivität mit der gesamten Klasse) gemacht hat. Jedes Kind bekommt einen Teller mit Fruchtstückchen, die es zu erkennen gilt, bevor sie gegessen werden. Dazu setzen die Kinder die über die Eigenschaften von Früchten erworbenen Kenntnisse ein und benutzen ihre Sinne (Farbe, Geruch, Aussehen und Struktur des Fruchtfleisches).
"Kann man von allen Früchten die Schale essen? Wie kann man die Schale entfernen, wenn man sie nicht essen will oder darf? Welches Gerät kann man zum Schälen benutzen? Kann man die Früchte ganz essen? Wie kann man sie schneiden? Mit welchem Werkzeug? Schmecken die Früchte alle gleich?".
Der/die Erzieher/in vertieft die Kenntnisse, indem er/sie die über die gesamte Unterrichtseinheit gemachten Erfahrungen zusammenlegt, insbesondere auch die Erfahrungen, die beim Probieren der Früchte (Geschmacks- und Geruchsuntersuchungen) gemacht wurden. Die Kinder setzen ihre im Rahmen dieser Aktivitäten erworbenen sprachlichen und naturwissenschaftlichen Kenntnisse wieder ein.
Als Zusatzprojekt kann zum Beispiel ein Obstsalat zubereitet werden.

Vergleich von rohem und gekochtem Obst

Ein Tag wird der Zubereitung von Apfelmus gewidmet (Entdeckung des Rezeptes, Vorbereitung, Kochen, Verzehr).
Der/die Erzieher/in hängt das Apfelmusrezept aus, das nun von der gesamten Klasse gemeinsam "entdeckt" wird.

Abb. 9: Apfelmusrezept

Die Kinder werden:
- sagen, worum es sich bei dem Text handelt,
- Vorschläge zum Ablauf der Zubereitung unterbreiten ("Was machen wir jetzt?"),
- die Zeichnungen beschreiben und die notwendigen Handgriffe in Worte fassen ("Wie muss man vorgehen?"),
- die notwendigen Zutaten und Materialien auflisten ("Was braucht man?").
Das Apfelmus wird unter Anleitung zubereitet, entweder mit der gesamten Klasse (Äpfel verarbeiten und andere Zutaten hinzufügen) oder in kleinen Gruppen (kochen, verrühren).
Diese Aktivitäten geben den Kindern die Gelegenheit, die Welt der Materie zu erkunden (schneiden, umfüllen, mischen), sie beobachten, wie sich Materie durch den Kochvorgang verändert (rohes Obst, gekochtes Obst), können sich aber auch der in ihrer gewohnten Umgebung vorhandenen Risiken bewusst werden (Sicherheitserziehung).
Der Verzehr des fertigen Apfelmuses ist dann hauptsächlich ein Augenblick der geteilten Freude, bei dem noch mal die Unterschiede zwischen rohem und gekochtem Obst entdeckt werden können (Struktur, Geschmack, Geruch, Farbe...). Es ist auch die Gelgenheit, um elementare Hygieneregeln zu erlernen (Händewaschen, Sauberkeit der Tische...).

Projektarbeit

Sprache

Bildersammlung (Fortsetzung)

Bei dieser Arbeit werden nur die Bilder verwendet, nicht die realen Früchte (angeleitete Aktivität in Gruppen von 6 bis 8 Kindern).

Spiel mit dem Früchtekorb (Fortsetzung)

Mit Hilfe dieses Spiels wird die Karte mit der geschnittenen Frucht der Karte mit der ganzen Frucht zugeordnet; beide Karten werden anschließend in den Früchtekorb gelegt.
Die Kinder sollen selbständig ihre sowohl im sprachlichen als auch im naturwissenschaftlichen Bereich erworbenen Kenntnise wieder einsetzen:
- Mit Hilfe einer "Bestellkarte", auf der die unterschiedlichen, im Laufe der vorangegangenen Stunden besprochenen Begriffe vorkommen (Farbe, Menge, Größe, Beschaffenheit), sollen die Kinder die Früchtekarten finden, die den "Bestellungen" entsprechen, und sie auf den Früchtekorb legen (selbständiges Arbeiten).
- Ein Kind gibt die Bestellung mündlich auf, ein anderes führt sie aus, das erste Kind prüft die Arbeit des zweiten. Dann werden die Rollen getauscht (selbständiges Arbeiten in Zweiergruppen).

Bildliche Darstellung der geschnittenen Früchte

Geschnitte Früchte zeichnen: Farbe wählen, den Umriss der auf einem Blatt Papier liegenden Frucht zeichnen, um ihre Form und ihre Größe genau bestimmen zu können, die Merkmale des Fruchtinneren beobachten (Kernchen, Kern/Stein, Segmente...). Der/die Erzieher/in kann auch die von den Kindern gemachten Bemerkungen auf die Zeichnungen notieren: "Das ist der Kern der Mango" (betreute Aktivität in Gruppen von 6 bis 8 Kindern).

Bildende Kunst: Abdrücke der geschnittenen Früchte

Abdrücke der Früchte anfertigen, entweder mit Gips oder mit farbgetränktem Frotteestoff. Die Abdrücke sollen anschließend zur Wiedererkennung der Früchte benutzt werden (angeleitete Aktivität in Gruppen von 4 bis 5 Kindern).

Wissenschaftliche Projektarbeit: Zubereitung und Probieren von Apfelmus

Vorbereitung der Äpfel

Der/die Erzieher/in schält die Äpfel im Voraus, damit sie die Kinder nur noch (mit einem Messer mit abgerundeter Spitze) zu schneiden, zu entkernen, in einen Topf zu geben und die Zutaten (Wasser, Zucker) hinzuzufügen brauchen (angeleitete Arbeit mit der gesamten Klasse).

Abb. 10: Zeichnungen von geschnittenem Obst

Die Äpfel kochen

Die Kinder machen Annahmen darüber, was beim Kochen passieren wird.
Danach beobachten sie in kleinen Gruppen, in Anwesenheit einer/eines Erwachsenen, was tatsächlich geschieht (Hitzeentwicklung, Blasen an der Oberfläche, Farbe und Beschaffenheit der Äpfel...). Sie besprechen die mit dem Kochen verbundenen Gefahren – Sicherheitserziehung (angeleitete Aktivität in Gruppen von 4 bis 5 Kindern).

Das Apfelmus zubereiten

Die Kinder hantieren mit den unterschiedlichen Küchenutensilien (Kartoffelstampfer, Gabeln, Löffel, Messer mit abgerundeter Spitze), um die Apfelstücke zu zerdrücken bzw. einzelne Stücke herauszunehmen, und um das Apfelmus umzurühren und glatt zu rühren...
Die Kinder lernen nach und nach, durch ausprobieren und nachahmen, die Funktionsweise jedes einzelnen Küchengeräts und die dazugehörigen Handgriffe. Der/die Erzieher/in fragt die Kinder nach dem für das Zerdrücken der gekochten Äpfel am besten geeigneten Gerät – mit der Gabel geht es besser als mit dem Löffel, aber mit dem Kartoffelstampfer geht es am allerbesten (angeleitete Aktivität in Gruppen von 6 bis 8 Kindern).

Das Apfelmus verzehren

Die Kinder tauschen sich über die Beschaffenheit und den Geschmack des Apfelmuses aus. Diese Aktivität kann jetzt noch erweitert werden durch den vergleichenden Verzehr von gekochten und rohen Äpfeln oder von selbst gemachtem und industriell hergestelltem Apfelmus (angeleitete Aktivität mit der gesamten Klasse).

     

Abb. 11a: Äpfel schneiden
Abb 11b: Es werden weitere Zutaten zu den Apfelstücken im Kochtopf hinzugefügt.
Abb. 11c: Die gekochten Äpfel werden zerdrückt.


Was haben wir uns gemerkt?

Die sprachlichen Kenntnisse, die sich die Kinder im Laufe dieser Unterrichtseinheit über die Erkundung der Sinne angeeignet haben, müssen über einen längeren Zeitraum regelmäßig wieder aufgefrischt werden, um sicherzustellen, dass dieser neue Wortschatz auch definitiv verankert bleibt.
Dem/der Erzieher/in stehen für diese Wiederholungen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung:
- Alltägliche Situationen (Zwischenmahlzeiten oder Geburtstagsfeiern, für die neue und altbekannte Früchte mitgebracht werden. Die Früchte können frisch aufgeschnitten oder als Obstsalat, Marmelade oder Kompott serviert werden...).
- Ein im Laufe des Jahres hergestellter "Früchtekalender" mit denen in den verschiedenen Jahreszeiten vorkommenden Früchten.
- Ereignisse wie die "Woche des Geschmacks" [findet europaweit jedes Jahr im Oktober statt, Anmerkung der Übersetzerin].
- Die Herstellung von Fruchtsäften (für ergänzende Aktivitäten siehe die Unterrichtseinheit "Die Hand, die Geste, der technische Gegenstand").
- Die Einrichtung eines Schulgartens oder einer kleinen Pflanzenecke im Klassenraum (für ergänzende Aktivitäten siehe die Unterrichtseinheit "Pflanzen, säen Gedanken ernten").
Dem/der Erzieher/in stehen ebenfalls folgende pädagogischen Instrumente zur Verfügung.

Individuelle Arbeitsblätter

Diese Arbeitsblätter erlauben es dem/der Erzieher/in, die von den Kindern erworbenen Kenntnisse zu evaluieren.


Abb. 12a: Selbständiges Arbeiten: "Ich kann die Karte mit der aufgeschnittenen Frucht finden und sie auf dem Blatt nebem das Bild mit der ganzen Frucht aufkleben".
Abb. 12b: Angeleitete Arbeit: "Ich kann die Früchte, die man mir nennt, erkennen und die Früchte, die man mir zeigt, benennen".
Abb. 12c und 12d: Selbständiges Arbeiten: "Ich kann die Bestellkarte lesen" und "Ich kann den Korb entsprechend der "Bestellkarte" füllen".

Tabellen mit den Erkenntnissen der gesamten Klasse

Diese Tabellen werden gemeinsam erstellt und im Klassenraum in Augenhöhe und Reichweite der Kinder aufgehängt. Dies spornt die Kinder zu spontanen Diskussionen und Kommentaren an. Es entstehen Situationen, in denen die im Laufe dieser Unterrichtseinheit erworbenen sprachlichen und naturwissenschaftlichen Kenntnisse wieder eingesetzt werden.

Abb. 13: Aktivität mit der gesamten Klasse: "Ich kann die ganze Frucht, den Namen der Frucht, die aufgeschnittene Frucht und das Innere der Frucht in Zusammenhang bringen."

Spiele, die im Laufe dieser Unterrichtseinheit hergestellt wurden

Diese Spiele, die gemeinsam mit den Kindern hergestellt wurden, befinden sich frei zugänglich in der "Naturwissenschaftsecke" des Klassenraums.


Abb. 14: Früchtekorb: "Ich kann die Früchte, die ich in den Korb lege, benennen".
Abb. 15: Dominosteine: "Ich kann die aufgeschnittene mit der ganzen Frucht verknüpfen".
Abb. 16: Lotto: "Ich kann zwei identische Bilder miteinander verknüpfen".
Abb. 17: Memory: "Ich kann mir den Platz der Früchte paarweise merken".

Weitere nützliche Quellen

Für die Kinder

Bücher

CD's, DVD's, Spiele und Computerspiele

Für die Erzieher/innen

Bücher

CD's und DVD's


Fußnoten

1: Als Projektarbeit bezeichnet man die Teile der Unterrichtseinheit, die selbständig oder in kleinen Gruppen durchgeführt werden.

2: BO Sonderheft Nr. 1 vom 14.02.2002 (Grundschulprogramme), S. 32: Entdeckung verschiedener Milieus, Sensibilisierung für Umweltprobleme.

3: BO Nr. 2, vom 10.01.2002, S. 101: Rundschreiben Nr. 2002-004 vom 03.01.2002: Schülergesundheit – Nahrungsmittelsicherheit, richtig handeln.

4: Eine Bildersammlung besteht aus Bildern oder Zeichnungen, auf denen Gegenstände oder Personen und ihre Bezeichnung/ihr Name abgebildet sind.

5: Das Spiel mit dem Früchtekorb, bei dem Früchtekarten auf einen Korb gelegt werden können, wird von dem/der Erzieher/in gebastelt. Um die Früchtekarten auf dem Korb zu befestigen, kann man Fixierknete oder Klettband verwenden, die/das auf dem Korb und auf der Rückseite der Karten angebracht wird.

Letzte Aktualisierung: 11.2.2014

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