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Homepage > Aktivitäten > Humanbiologie > Gesundheit, Vorbeugung > Leben mit der Sonne > Schutz und Vorbeugung > Wozu dient die UV-Index-Vorhersage?

Unterrichtsstunde 1: Wozu dient die UV-Index-Vorhersage?

Autor:
Publikation: 15.4.2005
Lernstufe: 3
Ziele:
  • Untersuchen, welche weiteren Faktoren die Intensität der UV-Strahlen beeinflussen
  • Die erworbenen Kenntnisse zusammenfassen
Dauer: 1 Stunde
Material: Für jede/n Schüler/in:
  • eine Fotokopie der UV-Index-Vorhersage und des dazugehörigen Fragebogens (Arbeitsblatt 6)
Herkunft: La main à la pâte, Paris

In dieser Unterrichtsstunde lernen die Kinder, wie man Wetterberichte liest und benutzt. Dabei sollen die Kenntnisse, die seit der 2. Unterrichtsstunde erworben wurden, illustriert und/oder gefestigt werden. Die UV-Index-Vorhersage des Wetterberichts soll dazu dienen, den Einfluss bestimmter Parameter (Reflexion, Höhe, Wind usw.) auf den UV-Index zu bestimmen.

Die Wetterkarte

Der/die Lehrer/in verteilt allen Schüler/inne/n eine Fotokopie der Wetterkarte mit den UV-Index-Angaben (Arbeitsblatt 6). Zu dieser Karte gibt es 6 Fragen, die den Schüler/inne/n helfen sollen, den Einfluss verschiedener Faktoren (Wind, Wolken, Temperatur, Höhe, Reflexion) auf den UV-Index herauszufinden. Jede/r Schüler/in beantwortet die 6 Fragen in Einzelarbeit.

Antworten auf diese Fragen:

Frage Verglichene Städte Antwort
1 Lille/Vannes Eine leichte Wolkenschicht ändert den UV-Index nicht.
2 Lille/Straßburg Die Temperatur ändert den UV-Index nicht.
3 Nizza/Font Romeu Der UV-Index wurde durch die Höhe oder die Temperatur verändert, aber nach der Antwort auf Frage 2 kann es nicht die Temperatur sein. Also ist es die Höhe: Mit zunehmender Höhe nimmt der UV-Index zu.
4 Tignes/Font Romeu Die Reflexion des Sonnenlichts durch Schnee erhöht den UV-Index.
5 Vannes/Limoges Dicke Wolken oder eine geschlossene Wolkendecke senken den UV-Index.
6 Toulouse/Nizza Der Wind ändert den UV-Index nicht.

Variante

Der Einfluss dieser verschiedenen Faktoren kann auch experimentell untersucht werden:

Gemeinsame Zusammenfassung

Die Schüler/innen fassen jetzt alle Einzelergebnisse zusammen. Diese Synthese kann in Form einer Tabelle erfolgen, in der die verschiedenen Faktoren (Wind, Temperatur, Wolken, Höhe, Reflexion) und ihre Auswirkungen auf den UV-Index aufgelistet werden. Nachstehend wird ein Beispiel für eine solche Tabelle gegeben, in der auch die Tages- und Jahreszeit sowie die geografische Breite als weitere Faktoren hinzugefügt wurden, um die Ergebnisse der vorausgegangenen Stunden mit einfließen zu lassen.

Untersuchter Faktor Auswirkung auf den UV-Index
Wind Keine Auswirkung
Temperatur Keine Auswirkung
Dünne Wolkenschicht Keine Auswirkung
Wolken Dicke Wolken senken den UV-Index.
Höhe In hohen Lagen gibt es mehr UV-Strahlen.
Reflexion (Schnee usw.) Die Reflexion erhöht den UV-Index.
Tageszeit Je näher man am Sonnenmittag ist, desto höher ist der UV-Index.
Jahreszeit Im Sommer ist der UV-Index höher.
Geografische Breite Je näher man am Äquator ist, desto höher ist der UV-Index.

[Anmerkung der Übersetzer: Es ist inzwischen festgestellt worden, dass wenn sich während sommerlicher Hochdrucklagen eine Schicht von Schönwetterwolken (schneeweiße "Schäfchenwolken") bildet, die UV-Strahlung sogar noch höher sein kann als bei unbedecktem Himmel, d.h. bei direkter Sonneneinstrahlung. Eine dünne Wolkenschicht hat also nicht nur keine Auswirkung, sondern kann manchmal die UV-Strahlung sogar noch intensivieren! Dieser Effekt scheint, wie bei Schnee, auf einer Reflexion der UV-Strahlen (an den Wolken) zu beruhen.]

Schlussfolgerung

Unsere Umwelt stellt uns einige "Fallen", die unsere Sinne täuschen können: Auch wenn einem kalt ist, oder es leicht bewölkt ist, kann man einen Sonnenbrand bekommen. Außerdem erhöhen einige Faktoren das Risiko für einen Sonnenbrand, wie zum Beispiel die Reflexion der Sonnenstrahlen. Die UV-Index-Vorhersage des Wetterberichts informiert uns über die Risiken, denen wir durch einen Aufenthalt in der Sonne ausgesetzt sind.

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