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Homepage > Aktivitäten > Biologie > Klassifizierung von Lebewesen > Biodiversität macht Schule! > 1: Was ist Biodiversität? > Lebewesen hängen voneinander ab: Nahrungsketten

Unterrichtsstunde 7: Lebewesen hängen voneinander ab: Nahrungsketten

Autor/inn/en:
Publikation: 4.9.2012
Lernstufe: 3
Übersicht:
  • Mit Hilfe von kleinen Karten, auf denen verschiedene Lebewesen abgebildet sind, erkunden die Schüler die besonderen Beziehungen zwischen den Lebewesen innerhalb einer Nah­rungskette bzw. eines Nahrungsnetzes.
Ziele:
  • Eine der Beziehungen, die Tiere in einem gegebenen Habitat miteinander verbindet, genauer betrachten.
  • Annäherung an die Begriffe Nahrungskette und Nahrungsnetz
Angestrebte Kenntnisse:
  • Verknüpfen, logische Verbindungen herstellen, darstellen, diskutieren, debattieren.
Wortschatz: Ökosystem, Ernährung, Phytophag, Zoophag, Saprobionten (Folgezersetzer), Nahrungskette, Nahrungsnetz
Dauer: 1h
Material: Für jede Schülergruppe:
  • ein Satz kleiner Fotos von Lebewesen (Bildtafel 32, im A4-Format fotokopiert)
  • ein Blatt Papier (A3-Format)
  • Scheren, Kleber
Herkunft: La main à la pâte, Paris

Eingangsfrage

Auch in dieser Stunde kommt die Klasse als Erstes wieder auf die Zusammen­fassungen der vorangegangenen Unterrichtsstunde zurück: "In einem gegebe­nen Habitat bestehen Beziehungen zwischen den verschiedenen Bestand­tei­len: zwischen Lebewesen und toten Dingen sowie zwischen den verschiedenen Lebewesen".

Eine dieser Beziehungen zwischen Lebewesen soll hier genauer untersucht werden: die Beziehung, die der Ernährung dient.

Aktivität: Ein Nahrungsnetz erstellen

Jede Gruppe bekommt eine Fotokopie der Bildtafel 32 mit Fotos von Lebewesen – Pflanzen und Tiere – , die in einem Garten vorkommen (können). Es folgt die Frage: "Wer ernährt sich von wem?" Die Schüler äußern mündlich ihre Ideen. Sie kommen schnell zu dem Schluss, dass die meisten Lebewesen von anderen gefressen werden.

Um mehr über diese Beziehungen herauszubekommen, soll jede Gruppe die einzelnen Fotos der Bildtafel ausschneiden, sie auf ein A3-Blatt legen und mit dem Filzstift Pfeile einzeichnen, die anzeigen, "wer von wem gefressen wird". Die Spitze des Pfeils sollte auf den Fresser zeigen (konventionellerweise zeigen die Pfeile in Richtung des Materieflusses). Zum Beispiel wird "Die Katze frisst die Maus" dargestellt als "Maus → Katze". Anschaulich zeigt der Pfeil auf das Maul des Fressers.

Wenn die Schüler den Namen eines Lebewesens nicht kennen, oder nicht wis­sen, was ein bestimmtes Tier frisst, gibt der Lehrer Hilfestellung. Die Schüler erstellen mit den aufgeklebten Bilden und den Pfeilen eine bzw. mehrere Nahrungsketten. Neben jedes Bild schreiben sie den Namen des Lebewesens. Sie stellen fest, dass das Bild des Menschen immer am Ende einer Kette liegt: Auf das Mädchen zeigen viele Pfeile, es geht kein Pfeil von ihrem Bild weg.

Aufgepasst! In der Mitte der Bildtafel geht es um das Mädchen, nicht um das Kleeblatt vor ihrer Nase!

Fotos: Elemente eines Nahrungsnetzes

Abb. 1: Elemente eines Nahrungsnetzes

Die Sprecher der einzelnen Gruppen stellen die erarbeiteten Plakate an der Tafel vor. Gegebenenfalls werden die Nahrungsketten nach Einwänden der Klasse und des Lehrers modifiziert. Es wird mit Blick auf die Ergebnisse betont, dass die Lebewesen ein Nahrungsnetz bilden, das heißt: Sie sind lauter Knoten in einem Netz von Pfeilen; diese Knoten symbolisieren die Beziehungen der Lebewesen untereinander. Die Plakate geben ein Bild vom Begriff des Nahrungsnetzes.

Ein Nahrungsnetz

Abb. 2: Vorschlag für ein Nahrungsnetz aus den Elementen von Abbildung 1

Der Lehrer bittet nun die Kinder, Vermutungen zu äußern, was passieren würde, wenn ein Glied der Kette bzw. eine Masche des Netzes verschwinden würde. In der Diskussion zeigt sich, dass der Ausfall einzelner Arten schwer­wiegende Folgen für die Gesamtheit der Lebewesen des Nahrungsnetzes haben kann, bis hin zum Aussterben dieser Lebewesen.

Man kann das den Kindern drastisch vor Augen führen. Dazu werden die Bilder der Lebewesen auf irgendwelche Behälter geklebt (zum Beispiel auf Dosen) und die Behälter gestapelt. Anschließend zieht man den einen oder anderen Bau­stein aus dem Stapel heraus, bis das Ganze einstürzt.

Gemeinsame Zusammenfassung

Jeder Schüler schreibt in ein paar Zeilen auf, was er von der Unterrichtsstunde behalten hat. Aus den Sätzen wird an der Tafel eine gemeinsame Zusammen­fassung formuliert.

Beispiel für eine Zusammenfassung:

In einem Ökosystem leben viele Lebewesen zusammen. Sie sind voneinander abhängig, vor allem um sich zu ernähren. Falls einige Lebewesen des Öko­systems verschwinden oder es zu wenige oder zu viele von ihnen gibt, droht das ganze Ökosystem zusammenzubrechen.

Wissenschaftliche Anmerkung

Man beachte, dass die Beziehungen in einem Ökosystem nicht ausschließlich trophischer Natur (das heißt mit der Ernährung verbunden) sind. Zum Bei­spiel trägt die Mikrofauna im Boden zur Verbreitung von Bakterien und Pilz­sporen bei; Die Regenwürmer sorgen für die Lockerung und Entwässerung der Böden sowie für die Belüftung der Wurzeln; zahlreiche Insekten dienen mit der Pollenübertragung der Bestäubung von Blütenpflanzen, und so weiter und so fort. All das ist für das gute Funktionieren eines Ökosystems unerlässlich.

Pädagogische und praktische Anmerkungen

  • Schwarzweißfotokopien sind für diese Unterrichtsstunde nicht so gut geeignet.
  • Vorzugsweise lässt man die Schüler in (möglichst kleinen) Gruppen (à 4 bis 5 Schüler) arbeiten.

Letzte Aktualisierung: 28.6.2013

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