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Homepage > Aktivitäten > Mechanik > Bewegung > Ich bin öko-mobil! > Große Erfindungen > 1: Das Schiff > Eine kurze Schiffsgeschichte

1.1: Eine kurze Schiffsgeschichte

Autor/inn/en:
Publikation: 9.3.2015
Lernstufen: 23
Übersicht: Die Schüler erkunden die historische Entwicklung von Wasserfahrzeugen und befassen sich mit den verschiedenen Antriebsarten.
Angestrebte Kenntnisse:
  • Um sich fortzubewegen, braucht das Schiff eine Energiequelle.
  • Mögliche Energiequellen:
    - die Arbeitskraft von Mensch und Tier (seit mehr als 10 000 Jahren)
    - Wind (seit mehr als 7000 Jahren)
    - Kohle oder Erdöl (seit 1783)
Wortschatz: das Paddel, der Riemen (das Ruder), das Schaufelrad, der Propeller (die Schiffsschraube), das Steuerruder, der Einbaum, die Dau, die Felucke, die Piroge, das Floß, der oder das Kajak, die Karavelle, die Fregatte, die Hansekogge, das Wikingerschiff, die Galeere, das Wassertaxi, die Péniche (der Lastkahn, der Spits), das Tragflügelboot, ...
Dauer: 1 Stunde
Material: Für jeden Schüler:
Herkunft: La main à la pâte, Paris

Ausgangssituation

Die Lehrerin fragt die Schüler: "Seit wann bewegen sich Menschen auf dem Wasser fort? Warum? Welche Entwicklungen hat es in der Geschichte der Wasser­fahrzeuge gegeben?". Die Schüler beantworten die Fragen jeder für sich und schreiben ihre Antworten in ihr Versuchsheft.

Gemeinsame Erörterung

Nach ungefähr einer Viertelstunde nimmt die Lehrerin die einzelnen Antworten entgegen und schreibt sie an die Tafel. Es wird eventuell eine Diskussion ge­ben zwischen den Schülern, die gleich von der Erfindung des Bootes ausge­gangen sind und denen, die in der Geschichte noch weiter zurückgegangen sind und ganz allgemein bei der "Fortbewegung auf dem Wasser" (zum Beispiel auf einem Floß) angefangen haben. Die wichtigsten technischen Entwicklungen sind meist gut bekannt: Riemen und Paddel, Segel, Dampfschiff. Manchmal wird auch die Entwicklung der Bootsformen erwähnt: "Zunächst waren die Fahr­zeuge flach, später hat man ihnen rundere Formen gegeben."

Literaturrecherche (Gruppenarbeit)

Die Lehrerin verteilt das Arbeitsblatt 3 (Schiffsgeschichte in Bildern) und bittet die Schüler, die abgebildeten Wasserfahrzeuge in zeitlicher Reihenfolge zu ord­nen. Dazu können sie die Bilder nummerieren oder mit den ausgeschnittenen Bildern einen Fries oder ein Leporello gestalten.

Arbeitsblatt 1

Abb. 1: Die Schiffe auf dem Arbeitsblatt 3 (Schiffsgeschichte in Bildern):
Spalte 1: eine Feluke, ein Tragflügelboot, eine Personenfähre, ein Raddampfer; Spalte 2: eine Karavelle (Nachbau von Kolumbus' La Niña), ein Floß, eine Galeere, ein Containerschiff (Bildnachweis)

Plakat zur Schifffahrtsgeschichte

Abb. 2: Plakat zur Schifffahrtsgeschichte (zum Vergrößern auf das Bild klicken) [1]

Gemeinsame Erörterung

Die Klasse diskutiert über die Geschichte der Wasserfahrzeuge und eignet sich die Begriffe für die Bauteile der Boote und Schiffe an: Rumpf, Mast, Segel, Mo­tor, Propeller, Turbine, Schaufelrad, Steuerruder, Riemen, ...

Das Foto des Segelbootes kann zu Verwirrung führen: Manche Schüler denken womöglich, die Erfindung sei neueren Datums, weil es von dem Segelboot ein Foto gibt. Richtig ist aber, dass es Segelboote schon in der Antike gab, sie sind älter als die römische Galeere.

Historische Erläuterungen zum Schiff

Ob Floß oder Einbaum – die ersten Wasserfahrzeuge hat es wohl schon im Neo­lithikum gegeben, also vor über 10 000 Jahren. Nadelholzstämme wurden mit Steinzeitäxten zurechtgehauen und (beim Floß) paarweise oder durch quer gelegte Äste miteinander verbunden. Das Gefährt wurde dadurch stabiler und schwankte weniger. Bewegt wurden Floß oder Einbaum mit Stakstangen, mit denen man sich auf dem Grund des Gewässers abstoßen konnte. Nach und nach gab es zahlreiche Entwicklungen, die nachstehend (auszugsweise) in chro­nologischer Reihenfolge aufgeführt sind.

Was Jahr Erfinder/ Konstrukteur Technische Entwicklung
Floß miteinander verbundene Baum­stämme, Stakstange
Einbaum ab 8000 v. Chr. ausgehöhlte Baum­stämme, Stakstange, Paddel
Segelschiff ab 5000 v. Chr. wahrscheinlich die Ägypter Nutzung der Windkraft, Steuerruder
Galeere ab 1000 v. Chr. wahrscheinlich Phönizier und Griechen Handels- und Kampf­schiff, das Riemen und Segel be­saß. Die griechische "Triere" hatte beidseitig drei gestaf­felt angeordnete Reihen von Riemen. Jeder Riemen wur­de von einem Ruderer be­dient.
Karavelle 14. bis 16. Jhdt. Portugiesen und Spanier Schnelles zwei bis vier­mastiges Schiff mit ho­hem Heck (für Handels- und Entdeckungsfahr­ten auf hoher See); Kompass
Dampfschiff 1783 Claude Jouf­froy d'Abbans Eine Dampfmaschine treibt ein Rad an, das wiederum das Schiff antreibt.
Tragflügelboot 1906 Enrico Forlanini Der Bootsrumpf wird wäh­rend der Fahrt angehoben (nur der Propeller und die Tragflügel ragen nicht aus dem Wasser heraus). Tragflügelboote sind bis zu 60 Knoten schnell.
Containerschiff ab 1955 Werft "Cana­dian Vickers" Riesige Stahlschiffe, die Ware in Containern über die Weltmeere transpor­tieren.

Zusammenfassung

Die Schüler übertragen, kleben, schreiben den chronologischen Fries, die Fo­tos, die Bezeichnungen, die technischen Besonderheiten in ihre Versuchshefte.

Fries zur Schifffahrtsgeschichte

Abb. 3: Fries zur Schifffahrtsgeschichte [1]


Fußnote

1: Abb. 2: 4. und 5. Klasse von Anne Clémenson (Chambéry)
Abb. 3: 5. Klasse von Kévin Faix (Le Kremlin-Bicêtre)

Letzte Aktualisierung: 28.6.2016

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