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Homepage > Aktivitäten > Ökologie > Bauen und Wohnen > Mein Haus, mein Planet und ich! > 1: Welche Behausung für welche Bedürfnisse? > Wohnen in Europa

Unterrichtsstunde 1.3 (fakultativ): Wie wohnt man im heutigen Europa?

Autor/inn/en:
Publikation: 12.4.2011
Lernstufe: 3
Ziele:
  • Sich die Vielfalt der Wohnhäuser in Europa vor Augen führen.
  • Den Gegensatz zwischen der Vielfalt historischer Bauten und der Ähnlichkeit heutiger Beton-Konstruktionen erkennen.
Angestrebte Kenntnisse:
  • Die Arten der Wohnhäuser auf den Fotos erkennen und beschreiben können.
  • Fotos von Wohnhäusern nach ausgewählten, klar bestimmten Kriterien ordnen können.
  • Sich der Vielfalt der Ordnungsmöglichkeiten bewusst werden.
Schwerpunkt: Geographie
Wortschatz: Ländlich, städtisch, Stadtrand, Vororte
Dauer: 1 Stunde
Material: Für jede Gruppe:
  • eine Fotokopie des Arbeitsblattes 3, wenn möglich in Farbe
  • Tonkarton im A3-Format
Herkunft: La main à la pâte, Paris

Einstiegsfrage

Die Schlussfolgerungen der vorangegangenen Unterrichtsstunde werden reka­pituliert: Es gibt eine große Vielfalt von Behausungen auf der Welt, die dem jeweiligen Klima und den lokal vorhandenen Baustoffen angepasst sind. An­schließend fragt der/die Lehrende die Klasse: "Gibt es auch in Europa ver­schiedene Behausungstypen?" Die Antworten der Schülerinnen und Schüler werden an die Tafel geschrieben: Hochhäuser, Häuser, Wohnwagen, Sied­lun­gen usw.

Literaturrecherche

Die Schüler werden in kleine Gruppen aufgeteilt und erhalten eine Kopie des Arbeits­blattes 3, das verschiedene Wohnweisen in Europa zeigt. Sie werden aufgefordert, diese Wohnformen zu ordnen, und dabei selbst die Klassifizie­rungskriterien aufzustellen. Wenn sie Schwierigkeiten haben, Kriterien zu finden, kann der/die Lehrende ihnen zum Beispiel die folgenden vorschlagen:

Andere, allerdings selten von den Schüler/inne/n vorgeschlagene Kriterien wären: neu/alt, reines Wohnen/Wohnen und gewerbliche Nutzung.

Die
Häuser aus Arbeitsblatt 3

Abb. 1: Die Häuser aus Arbeitsblatt 3 (siehe Bildnachweise). Zum Vergrößern auf das Bild klicken.

Im Arbeitsblatt 3a sind Ausschnitte der Häuser des Arbeitsblattes 3 zu sehen. Auf den einzelnen Bildern lassen sich so die Baustoffe besser erkennen.

Pädagogische Anmerkung

Die Gruppe erstellt ein Poster, das im Titel auf die gewählten Kriterien verweist (Beispiel: "Einfamilien- und Mehrfamilienhäuser in Europa").

Gemeinsame Erörterung und Schlussfolgerung

Die Poster werden an die Tafel geheftet. Offenbar gibt es mehrere Klassifi­zierungskriterien für ein- und dieselben europäischen Wohnhäuser. Der/die Lehrende ermuntert die Klasse zusätzliche Kriterien zu suchen (siehe Liste weiter oben) und achtet darauf, dass die speziellen Begriffe richtig verwendet werden. Wenn schließlich alle Kriterien bestimmt sind, geht die Klasse ein Foto nach dem anderen durch und bezeichnet (charakterisiert) sie mit den passen­den Begriffen.

Im Arbeitsheft ordnet dann jeder Schüler die eigene Wohnung/das eigene Haus nach diesen Kriterien ein: "Ist es ein Einfamilienhaus oder eine Wohnung in einem Mehrfami­lienhaus? Städtisch oder ländlich? Neu- oder Altbau? Welche Baumaterialien wurden verwendet?"

Wissenschaftliche Anmerkung

An dieser Stelle kann man über die große Vielfalt an Wohnhäusern in Europa diskutieren, über städtische und ländliche Bauweisen, Alt- und Neubauten. Auch bei den Baumateria­lien gibt es eine große Vielfalt. Heutzutage werden Wohnhäuser aber vor allem aus Beton gebaut. Diese Feststellung wird im Arbeitsheft vermerkt.

Mögliche Fortsetzung

Beim nächsten Ausflug (oder auch nur auf dem Schulweg) können die Schüler sich damit beschäftigen, Wohnhäuser zu kategorisieren.



Fußnote

1: Quelle: World Development Indicators
Bevölkerungszahl im Jahr 2015 in der Europäischen Union: 510 Millionen, Deutschland: 81,1 Millionen, Österreich: 8,6 Millionen, Schweiz: 8,3 Millionen, Frankreich: 64,3 Millionen (Quelle: Stiftung Weltbevölkerung – Länderdaten­bank)

2: Quellen: Regionaldatenbank Deutschland (Themen → Gebäude und Wohnen → Fortschreibung des Wohngebäude- und Wohnungsbestandes), Statistik Austria: Gebäude nach überwiegender Gebäudeeigenschaft, Statistik Schweiz, Institut national de la statistique et des études écono­miques

3: Quellen: Regionaldatenbank Deutschland, Statistik Austria: Fertiggestellte Wohnungen, Statistik Schweiz, Institut national de la statistique et des études économiques
Die Zahlen sind nicht immer hundertprozentig miteinander vergleichbar, weil die Definition von "Wohnung" leicht variiert, aber um eine Idee der Größenordnun­gen zu bekommen, sind sie definitiv gut geeignet.

4: Centrum Baustoffe und Materialprüfung der TU München

Letzte Aktualisierung: 4.8.2016

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