Direkt zum Inhalt
Zum Ende des Inhalts
Zur Service-Navigation
Zur Suche
Zur Hauptnavigation
Zur Anmeldung/Registrierung

Homepage > Aktivitäten > Ökologie > Bauen und Wohnen > Mein Haus, mein Planet und ich! > 2: Bauen und Wohnen – Auswirkungen auf die Umwelt > Lebenszyklus Baustoffe

Unterrichtsstunde 2.2: Der Lebenszyklus von Baustoffen

Autor/inn/en:
Publikation: 12.4.2011
Lernstufe: 3
Ziele:
  • Erkennen, dass Baustoffe sehr unterschiedliche Folgen für die Umwelt haben können, sowohl im Hinblick auf den Ressourcenverbrauch als auch auf die Freisetzung von Schadstoffen.
Angestrebte Kenntnisse:
  • Sachtexte lesen und verwenden können, insbesondere auch Bilder (verschiedene Text- und Bildtypen, schematische und graphische Darstellungen).
  • Sich mitteilen und mit anderen zusammenarbeiten können. Das bedeutet zuhören können, aber auch seinen Standpunkt verteidigen, verhandeln und einen Konsens erreichen können.
Schwerpunkt: Naturwissenschaften und Technologie
Wortschatz: Rohstoffe, Recycling/Wiederverwertung, Ökosystem, Lebenszyklus, Entsorgung
Dauer: 1 Stunde
Material: Für jede/n Schüler/in:
Herkunft: La main à la pâte, Paris

Pädagogische Anmerkung

Einstiegsfrage

Der/die Lehrer/in knüpft an die Schlussfolgerung der vorherigen Unterrichts­stunde an, nämlich, dass wir Wasser und Energie sparen müssen, und erklärt, dass dies der Leitfaden bis zum Ende des Projekts bleiben wird. In dieser Unterrichtsstunde geht es darum, die Auswirkungen des Einsatzes der Bau­stoffe Beton, Holz und Lehm auf die Umwelt zu prüfen (zwar besonders im Hinblick auf Wasser- und Energieverbrauch, aber nicht nur).

Er/sie fragt also die Klasse: "Welcher Baustoff hat eurer Ansicht nach die geringsten Auswirkungen auf die Umwelt?" Die Schüler/innen sollten beim Begründen insbesondere folgende Fragen berücksichtigen: "Findet man diesen Baustoff in der Natur? Muss er über große Strecken transportiert werden? Braucht man Energie zur Herstellung?"

Literaturrecherche

Die Schüler/innen bilden Zweiergruppen und jede Zweiergruppe sucht sich eines der Arbeitsblätter 6 bis 8 aus, die den drei Baustoffen Beton, Holz und Lehm gewidmet sind.

Die Arbeitsblätter 6 bis 8

Abb. 1: Beton, Lehm und Holz im Vergleich – die Arbeitsblätter 6 bis 8

Die Aufgabe besteht darin, den Lebenszyklus von Beton, Holz oder Lehm zu rekonstruieren, das heißt, die verschiedenen Schritte von der Herstellung bis zur Entsorgung und/oder Wieder­verwertung in die richtige chronologische Reihenfolge zu bringen und für jeden Schritt die Auswirkungen auf die Umwelt festzuhalten.

Pädagogische Anmerkung

Gemeinsame Erörterung

Die Schüler/innen stellen vor, was sie über den Lebenszyklus der verschiede­nen Baustoffe herausgefunden haben. Wenn die Darstellungen verschiedener Gruppen (die den gleichen Baustoff untersucht, d. h. dasselbe Arbeitsblatt bearbeitet haben) auseinandergehen, ver­sucht der/die Lehrer/in Konsens herzustellen. Der Lebenszyklus schließt alle Etappen ein, von der Gewinnung der Rohstoffe, über die Verarbeitung und den Transport bis zur Entsorgung und/oder Wiederverwertung.

Jede Etappe wird, je nach Auswirkung auf die Umwelt, mit schlecht, mittel oder gut bewer­tet. Die Klasse kann zum Schluss gemeinsam für jeden Baustoff eine Art "Ausweis" aus­stellen, ein Balkendiagramm, aus dem anschaulich her­vorgeht, wie die einzelnen Etappen des Lebenszyklus' bewertet wurden. Der Vorteil dieser Darstellung liegt darin, den Kindern verständlich zu machen, dass jeder Baustoff Vor- und Nachteile hat, sowohl für den Bau selbst als auch in Bezug auf seine Umweltverträglichkeit. Kein Baustoff ist nur schlecht oder uneingeschränkt gut. Dennoch sind manche Baustoffe (wie Lehm und Holz) ökolo­gisch gesehen viel besser geeignet als andere (wie Beton).

Ausweise für Beton, Holz und Lehm

Abb. 2: Beispiele von Ausweisen für Beton, Holz und Lehm

Wissenschaftliche Anmerkung

Schlussfolgerung

Die Klasse fasst ihre Erkenntnisse zusammen. Die Untersuchung der verschie­denen Bau­stoffe hat ergeben, dass zwar alle für den Hausbau geeignet sind, dass ihre Auswirkungen auf die Umwelt jedoch sehr unterschiedlich sind. Hier ein Beispiel für die Schlussfolgerung, die in das am Ende der letzten Unter­richtsstunde begonnene Poster und auch in die Ar­beits­hefte der Schüler/innen eingetragen wird:

"Wenn man den Verbrauch von Wasser und Energie so niedrig wie möglich halten möchte, sollte man eher Baustoffe wie Lehm oder Holz verwenden als Beton."

Pädagogische Anmerkung

Fortsetzung

Die Untersuchung des Lebenszyklus' von Baustoffen kann auf alle Bestandteile eines Bauwerks ausgedehnt werden: Glas, Dämmstoffe (Steinwolle, Styropor, Kork, Zellstoff, Schafwolle, ...), Anstrich, Metalle, Plastik, Keramik, ... Eine solche Untersuchung ist besonders dann von Interesse, wenn auch die Entsor­gung und/oder Wiederverwertung dieser Baustoffe betrachtet wird. Auch die mechanischen Materialeigenschaften können in der Schule untersucht werden, zum Beispiel die Druck- und Wasserfestigkeit sowie die Abnutzung.

Letzte Aktualisierung: 28.6.2013

Allgemeine Informationen E-Mail Alphabetischer Index Sitemap Häufig gestellte Fragen La main à la pâte
Was sind eigentlich Sonnentaler?

Anmeldung

Passwort vergessen?

Registrieren