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Homepage > Aktivitäten > Ökologie > Bauen und Wohnen > Mein Haus, mein Planet und ich! > 5: Über das Einfamilienhaus hinaus > Wohnung oder Einfamilienhaus

Unterrichtsstunde 5.1: Wohnung oder Einfamilienhaus – macht das einen Unterschied?

Autor/inn/en:
Publikation: 12.4.2011
Lernstufe: 3
Ziele:
  • Feststellen, dass durch eine kompakte Bauweise nicht nur Baugrund gespart wird, sondern auch Energie und Material.
Angestrebte Kenntnisse:
  • Die Größe einer Fläche mit Hilfe eines (geometrischen) Netzes bestimmen; die Fläche auf eine Grundeinheit beziehen (1 Quadrat = Einheit des Flächenmaßes).
  • Sich räumlich zurechtfinden können.
  • Erkundung geometrischer Körper an konkreten Beispielen. Bestimmung der Anzahl der sichtbaren Flächen, der Flächen, die mit Nachbargebäuden oder -wohnungen geteilt werden, Anzahl der Flä­chen mit Bodenkontakt (= Grundflächen), ...
Schwerpunkt: Mathematik
Wortschatz: Wohnfläche, Grundfläche, Volumen, Trennwand
Dauer: 1 Stunde 15 Minuten
Material: Für jede Gruppe:
Herkunft: La main à la pâte, Paris

Einstiegsfrage

Zu Beginn der Unterrichtsstunde wird kurz herumgefragt, wie die Schüler/innen wohnen. Woh­nen sie größtenteils in Einfamilienhäusern oder in Häusern mit mehreren Wohnein­heiten? Der/die Lehrer/in fordert die Kinder auf, sich in die Rolle von Stadtplaner/inne/n oder Stadt­baumeister/inne/n zu versetzen, die dem Zuzug von neuen Bewohner/inne/n gerecht werden müssen.

Es werden zwölf Würfel, die jeweils eine Wohnung für eine Familie symbolisie­ren, an jede Schülergruppe verteilt. Der Arbeitsauftrag lautet: "Findet drei verschiedene Lösungen zur Verteilung dieser zwölf Wohneinheiten auf einem Baugrund". Es sollte bedacht werden, dass jede Wohnung wenigstens eine Seite (das heißt eine Außenmauer) mit "freiem Aus­blick" hat. Ein Würfel, der von allen Seiten durch andere umstellt ist, entspräche einer fensterlosen Wohnung.

Pädagogische Anmerkung

  • Betonen, dass ein Würfel eine Wohnung darstellt und nicht etwa ein Zimmer.
  • Alle Würfel müssen eingesetzt werden!
  • Es müssen unbedingt Würfel sein und keine Quader, weil die an­schlie­ßenden Berechnungen davon ausgehen, dass alle Flächen gleich groß sind.

Untersuchung mit Experiment

Die/der Lehrende verteilt das Arbeitsblatt 16, mit dessen Hilfe die Aufbauten miteinander verglichen werden sollen. Sie/er erläutert anhand einiger Beispiele, wie man die Flächen zählt, und weist besonders auf die Trennwände und Trenndecken hin. Sie/er zeigt mit zwei anein­anderklebenden Würfeln, dass dort, wo zwei Wohneinheiten aneinander­grenzen, nur eine gemeinsame Wand ist (oder eine gemeinsame Decke).

Bei der Anordnung der 12 Wohneinheiten kommen die Schülergruppen zu ganz unterschied­lichen Lösungen. Zum Beispiel:

Da die Formen frei gewählt werden können, werden mehr oder weniger kompakte oder bizarre Anordnungen herauskommen. Der/die Lehrer/in muss prüfen, ob in jeder Gruppe die Flächen richtig gezählt wurden, vor allem die Zwischenflächen.

Gemeinsame Erörterung

Nacheinander präsentiert jeweils ein Mitglied jeder Gruppe eine Lösung (die sich von denen der anderen Gruppe unterscheidet), die zum Beispiel mit Patafix an der Tafel befestigt wird.

Foto: aufeinandergestapelte Würfel

Abb. 1: Zwölf Würfel – unterschiedlich gestapelt

Pädagogische Anmerkung

Wenn möglich sollten Würfel verwendet werden, die aneinander haften, damit die Konstruktion auch an der Tafel hält. Falls solche nicht verfügbar sind, kann man die Anordnungen zur Not auch auf einen Tisch stellen oder Fotos machen, die man wiederum an die Tafel befestigt.

Die Zählung der Grundflächen und der Zwischenflächen wird überprüft, ebenso die Gesamt­zahl der Flächen. Der/die Lehrer/in kann anschließend fragen: "Was meint ihr: Wel­ches sind die umweltfreundlichsten Anordnungen? Und warum?" Da die Frage nicht einfach ist, können zusätzliche Hinweise gegeben werden: "Welche Ähnlichkeiten und Unterschie­de stellt ihr fest? Was könnte man zählen? Was haben wir bereits gelernt, was uns jetzt helfen könnte?"

Der/die Lehrer/in betont die Tatsache, dass der Wohnraum in allen Anordnungen der glei­che ist: Jede Familie hat gleich viel Platz in der Wohnung. Die Schüler/innen begreifen, dass kleine Grundflächen günstiger sind, weil der Baugrund in der Stadt begrenzt ist.

Foto: Tafelbild mit einer Tabelle

Abb. 2: Volumen, Anzahl der Außenflächen, der Flächen, die Bodenkontakt haben, und der Flächen insgesamt – je nach Anordnung der Würfel

Wissenschaftliche Anmerkung

Hier stimmen ökonomische und ökologische Überlegungen überein: Die Ausdehnung der Städte ist für die Umwelt eine Katastrophe!

Aus der Gesamtzahl der Mauern lässt sich auf die Gesamtmenge an Baumaterial schlie­ßen: Je mehr Mauern, desto mehr Material. Man wird also versuchen hier zu sparen (in der Unter­richtsstunde 2.2: Der Lebenszyklus von Baustoffen haben die Schüler/innen bereits die Aus­wirkung von Baumaterialien wie Beton auf die Umwelt erkundet). Das bedeutet, dass man eher Mehrfamilienhäuser bauen sollte. Ein letzter Aspekt, auf den die Kinder nicht ohne Weiteres kommen, ist die Größe der Außenflächen. Der/die Lehrer/in kann sie auf ihre eigene Erfah­rung hinweisen: "Was meint ihr, was ist leichter zu heizen, eine Woh­nung oder ein Haus?" Eine Wohnung muss weniger geheizt werden als ein Haus, weil umgebende Wohnungen wie eine Wärmedämmung wirken. Im Winter, wenn es kalt ist, sind kleinere Außenflächen besser.

Pädagogische Anmerkung

Den Schüler/inne/n ist der Zusammenhang zwischen der Größe der Außen­fläche und der Geschwindigkeit des Wärmeaustauschs an Außenflächen nicht unbedingt klar. Es handelt sich eher um eine Intuition als um erwor­benes Wissen. Daher wollen wir in der nächsten Unterrichtsstunde diesen Zusammen­hang mit einem sehr einfachen Experiment aufklären.

Schlussfolgerung

Der/die Lehrer/in fordert die Schüler/innen auf, jeder für sich im Arbeitsheft eine Schlussfol­gerung zu formulieren, als Antwort auf die Frage "Wohnung oder Haus – macht das einen Unterschied?" Ein paar Schüler/innen lesen der Klasse vor, was sie geschrieben haben. Daraus entsteht eine gemeinsame Formulierung. Etwa:

"Kollektives Wohnen ist wirtschaftlicher und umweltfreundlicher als das Wohnen in Einfami­lienhäusern. Außerdem spart man Baugrund, Energie und Baumaterial."

Letzte Aktualisierung: 11.3.2015

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